Die Coca-Ibicenca ist die Pizza Ibizas. Jedenfalls fast.

Die typische Pizza gibt es auf Ibiza genauso wie in Deutschland in sehr vielen Restaurants und als Fertiggericht liegt sie überall in den Kühlregalen aus.

Die Coca Ibicenca hingegen ist ein pizzaähnliches Hefeteig-Brot. Schon irgendwie eine Pizza, aber doch nicht ganz.

Echt lecker - Variationen der Coca Ibicenca

Die Coca ist ein beliebter Blechkuchen auf den Balearen. Dieser wird mit Gemüse, Wurst oder Fleisch belegt. Genau wie bei der Pizza gibt es unzählige verschiedene Sorten. Sogar süße Cocas gibt es auf den Inseln.

Coca mit oder ohne Käse?

Was ich allerdings seltsam empfinde ist, dass bei Wiki geschrieben wird, dass eine Coca niemals mit Käse belegt wird, wobei ich jedoch auf Ibizenkische Kochbücher zurückgegriffen habe und dort sehr wohl Käse verwendet wurde. Genau wie bei der Coca mit Walnuss und Apfel mit Blauschimmelkäse, einer meiner beiden neuen Varianten der Coca.

Die beiden neuen Cocas haben eine andere Teigmischung wie meine sonstigen Ibiza-Pizzas. Ich finde, dass dieses Teigrezept sogar besser funktioniert wie jenes bei der  Coca mit Rosenkohl und der Coca mit Sobrasada.

Diese zwei neuen Versionen sind richtige Herbst-Cocas. Es gibt quasi keinen besseren Snack zu dieser Jahrezeit.

Der Grundteig der Coca

für 4 Cocas

    • 330ml lauwarmes Wasser
    • 30ml gutes Olivenöl und etwas mehr zum Einpinseln
    • 1 TL Zucker
    • 1 Päckchen Trockenhefe
    • 400g Weizenmehl (Type 405) und etwas mehr zum Bestäuben
    • 100g Weizenmehl (Type 1050) und etwas mehr zum Bestäuben
    • 1 TL Salz
    • Salz und Pfeffer zum Bestreuen für herzhafte Cocas

Die Zubereitung des Teiges

Mische das lauwarme Wasser mit dem Öl und dem Zucker in einer Schüssel. Streue die Hefe darüber und stelle die Schüssel für etwa fünf bis zehn Minuten beiseite. Genehmige der Hefe die Zeit, um ihre Arbeit zu verrichten. Es sollten sich oben drauf einige Bläschen bilden.

Vermische die beiden Mehlsorten mit dem Salz in einer anderen Schüssel. Gieße nun die Hefemischung langsam aber konstant auf die Mehlmischung und mixe dabei beides zusammen. Verbinde beide Mischungen sehr gut. Kratze wenn nötig Mehlreste, die noch nicht in die Mischung gekommen, sind von der Schüssel ab und integriere sie in den Teig.

Am besten nimmst du jetzt eine Küchenmaschine und knetest den Teig für einige Minuten. Wenn du keine hast, dann knete kräftig einige Minuten per Hand. Streue dazu etwas Mehl auf die Arbeitsfläche und knete was das Zeug hält. Wenn ein gut griffiger geschmeidiger Teig herausgekommen ist, dann ist er so wie er sein sollte. Klebt der Teig noch arg, gib noch etwas Mehl nach.

Reibe eine große Rührschüssel mit etwas Öl ein. Die Schüssel sollte groß genug sein, damit sich der Teig verdoppeln kann. Lege den Teig hinein und verschließe die Schüssel mit Frischhaltefolie. Stelle den Teig für vier bis sechs Stunden in den Kühlschrank. Wenn du weniger Zeit aufbringen kannst, stellst du den Teig bei Zimmertemperatur mit einem Küchentuch bedeckt für eine Stunde beiseite.

Ist die Zeit um, kannst du deinen Ofen auf 220°C erhitzen und zwei Backbleche mit Mehl bestäuben. Diesen Grundteig kannst du nun für alle möglichen Arten der Coca verwenden.

Wenn die Gehzeit vom Teig vorüber ist, entfernst du entweder die Frischhaltefolie oder das Küchentuch von der Schüssel und pickst kurz in den Teig damit er zusammenfällt. Knete ihn nochmals für einige Minuten.

Mehliere wieder deine Arbeitfläche und teile den Teig in vier etwa gleich große Coca-Stücke. Rolle die Teigstücke dünn aus und bestreiche sie mit Öl. Bestreue die Teiglinge mit Salz und Pfeffer.

Die Coca mit Pinienkernen

für zwei Cocas

    • 40g Pinienkerne
    • 50g braunen Zucker
    • 30ml Hierbas Ibicenca

(Wenn du keinen Hierbas besitzt, so kannst du diese Coca ganz ohne dem Schnaps backen. Schmeckt auch so!)

Deine Teiglinge sind mit Öl bepinselt und mit Salz und Pfeffer bestreut. Lege die Pinienkerne auf die Cocas und streue den Zucker über die beiden Teige. Bei 220°C im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten backen.

Wenn die Ränder goldbraun und aufgegangen sind, sind die Cocas fertig. Nimm sie aus dem Ofen und sprühe etwas Hierbas über die balearischen Pizzen.

Die Coca mit Blauschimmelkäse, Apfel & Walnuss

für 2 Cocas

    • 1 Apfel nach Geschmack (ich hatte einen Pink Lady)
    • eine kleine Hand voll Blauschimmelkäse
    • eine Hand voll gehackter gerösteter Walnüsse

Dein Ofen ist auf 220°C vorgeheizt. Du putzt den Apfel und entkernst ihn. Ich lasse die Schale am Apfel und schneide ihn in sehr dünne Scheiben. Gerne kannst du den Apfel aber auch schälen und in Scheiben schneiden.

Echt lecker - Variationen der Coca Ibicenca

Zwei Cocas hast du bereits mit Öl bepinselt und mit Pfeffer und Salz bestreut. Du arrangierst die Apfelscheiben hübsch auf beiden Teigen und gibst krümelweise den Blauschimmelkäse über beide Cocas.

Backe die Teige etwa 8 Minuten. Hole sie wieder aus dem Ofen und lege die gehackten Walnüsse auf die Cocas. Ab geht es wieder in den Ofen für nochmal zwei bis drei Minuten. Oder eben solange bis der Teig goldbraun und aufgegangen ist. Die Äpfel sollten dabei leicht getrocknet ausschauen und der Käse geschmolzen sein.

Das #schmecktastisch! Viel Spaß beim Ausprobieren und ¡Buen Proveche!

Wie findest du diese beiden Varianten der Coca? Hast du überhaupt schon einmal auf den Balearen oder in Spanien diese Flatbread-Art gegessen? Welche war das?

Signatur Casa Selvanegra Blog

2 Kommentare zu „Einfach lecker – Variationen der Coca Ibicenca

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