Gastbeitrag von Julia vom Blog Bakingjulia

Hey Hey,

ich freue mich, heute Gast bei Sina zu sein – auch wenn es recht spontan war freue ich mich umso mehr und ich hoffe natürlich euch gefällt mein kleiner Beitrag.

Wer mich noch nicht kennt, ich bin Julia und blogge auf meinem Blog www.bakingjulia.wordpress.com über die schönen genüsslichen Dinge im Leben – insbesondere natürlich die süßen Leckereien. Aber bei mir findet ihr eigentlich alles was irgendwie essbar ist.

apfel-duenne-pinterest-gast

Ich wohne gefühlte 5 km Luftlinie von Sina entfernt – wir haben uns aber erst durch das Bloggen „kennengelernt“ und kennen uns bis dato nicht persönlich. Ist das nicht verrückt?

Ich habe vor ca. 2 Jahren angefangen, einfach mal meine Rezepte bisschen auf einem kleinen Blog zu speichern und mittlerweile habe ich so Freude daran gefunden – auch am Fotografieren und experimentieren, dass ich behaupten würde, es ist mein größtes Hobby geworden.

Jo und so bin ich irgendwann auf Sina’s Blog gestoßen und irgendwann habe ich festgestellt, dass sie auch aus der gleichen „Stadt“ kommt. So klein kann die Welt manchmal sein.

Heute bin ich hier zu Gast und darf euch ein traditionelles Rezept aus meiner Familie vorstellen. Danke dafür an dich, liebe Sina!

Apfel-Dünne ( gesprochen bei uns: Epfel-Dinnä)

Mit diesem Begriff können wahrscheinlich die wenigsten etwas anfangen. Das sagt man bei uns im Süden so. Man kennt es auch unter Dünnette – hört sich aber lange nicht so schön an.

Bei uns auf dem Land mit viel Landwirtschaft wurde früher oft und viel Brot selbst gebacken. Jedes Bauernhaus hatte seinen eigenen großen Holzbackofen wo einmal in der Woche ein ganzer Brotvorrat gebacken wurde. Und wie es bei uns traditionell war, wurden aus den Resten vom Brotteig immer Dünnen gebacken. Wer Brot gebacken hat, ist morgens sehr früh aufgestanden, um den Ofen zu heizen und dem Teig seine Ruhezeiten zu gewähren.

Gastbeitrag - Schwarzwälder Apfel-Dünne

Da man während des Brotbackens keine Zeit hatte, noch Mittagessen für die Familie zu kochen hat man einfach die Reste des Teiges genommen und einen „Belag“ draufgemacht. Die Dünne gibt’s in einer herzhaften und in einer süßen Version. Und diese wurde dann zum Mittag gegessen – das gibt’s bei den Oma’s heute jetzt noch oft und ich liebe es.

Ich bevorzuge die süße Variante mit Äpfeln – bei der herzhaften Variante werden Speck-Würfel und Zwiebeln verwendet. So sind die traditionellen Dünnen also entstanden – Hausmannskost wie bei Oma.

So, ich hoffe ich habe nicht zu viel erzählt und möchte euch nun das Rezept verraten. Da es bei mir keine Reste vom Brotteig waren, habe ich ein normales Hefeteig-Rezept genommen, welcher natürlich auch als Brot gebacken werden könnte.

Leider ist eine Apfel-Dünne nicht sehr fotogen, aber ich sag’s euch, der Geschmack ist dafür umso besser. So gut, dass ich als ich sie gebacken habe, gleich mal fast das halbe Blech zum Mittagessen verputzt habe 😉

Rezept für 1 Backblech:

    • 500 g Weizenmehl Type 1050 ( 550 auch möglich)
    • 0,5 Würfel frische Hefe
    • 1 EL neutrales Öl
    • 1 Prise Salz
    • 300 ml lauwarmes Wasser
    • 0,5 TL Honig

Für den Belag:

    • Äpfel
    • 400 g Schmand
    • 2 Eier
    • 2 EL Speisestärke
    • Zucker je nach Süßungsgrad

Zubereitung der Apfel-Dünne

Die Hefe mit dem Honig in dem Wasser auflösen. Zusammen mit den weiteren Zutaten in einer Rührschüssel mit dem Knethaken zu einem glatten Hefeteig kneten (etwa 5-10 Minuten).

Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde auf das doppelte Volumen gehen lassen.

Für den Belag den Schmand mit den Eiern und der Stärke gut verrühren, Zucker je nach gewünschtem Süßungsgrad hinzufügen. Ich hatte 2 EL dazu gegeben.

Die Äpfel schälen und grob raspeln.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche flach ausrollen und auf das Backpapier geben, dabei die Ränder leicht hochdrücken.

Die gesraspelten Äpfel auf dem Teig verteilen (Rand dabei lassen) und mit etwas Zucker (3 EL und gerne auch noch etwas Zimt) bestreuen und anschließend den Guss darüber geben und gleichmäßig verteilen, dabei den Rand gut freilassen.

Den Backofen auf 180°C O/U vorheizen und die Dünne solange nochmal ruhen lassen. Wenn der Ofen vorgeheizt ist die Dünne in den Ofen geben und 30-40 Minuten backen.

Die Dünne schmeckt warm und frisch am besten.

Danke Julia

Ich danke dir Julia, dass du für mich so spontan ein traditionelles Schwarzwälder Rezept parat hattest und hoffe, dass es dir Freude bereitet hat, bei mir Gast zu sein.

Herzhafte Schwarzwälder Küche kannst du gerne mit den Badischen Käsenudeln oder mit dem Nei’glunsden ausprobieren.

Signatur Casa Selvanegra Blog

 

 

 

 

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2 Kommentare zu „Apfel-Dünne nach Familienrezept

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