Momentan habe ich eine Art Hassliebe zu Instagram. Ich nenne es Fluch. Ich bin ziemlich schockiert, was momentan auf diesem Social Media Kanal vor sich geht.

Das Thema passt nicht ganz zu meinen Blogthemen, aber es geht um meinen Instagram-Kanal, der auch hier hinzu gehört.

Ich fange von vorne an. Seit zig Jahren habe ich Instagram. Ich schätze es war im Jahr 2011, ganz am Anfang von Insta, als ich hinzugestoßen bin. Seitdem hatte ich verschiedene Accounts und Nutzernamen. Mit @Casa_Selvanegra habe ich die Liebe zu diesem Kanal gefunden und wurde mittelmäßig „erfolgreich“.

Der Fluch von Instagram

@Casa_Selvanegra und Instagram

Über die Jahre habe ich es geschafft, über 10.000 Folgerauf meinem Kanal zu bekommen. Das hat mich wahnsinnig erfreut und auch irgendwie stolz gemacht. Die Mischung aus Ibiza, Schwarzwald und Food schien zu gefallen. Es waren oder sind Ausschnitte aus meinem Leben und eben aus dem Blog. Engagement und Likes hatte ich aus irgendeinem Grund immer nur mäßig und letztes Jahr als Instagram seinen Algorithmus geändert hat, brachen die Likes ein. Es war immer noch okay für mich, doch geärgert hatte ich mich schon.

Dieses Jahr bekam ich zusätzlich meine ersten Kooperationen bei Instagram von Firmen und ja klar ich freue mich darüber. Umso mehr ärgert es mich, was jetzt passiert.

Instagram und der Business-Account

Um als Blogger auf Instagram wahrgenommen zu werden, habe ich mich entschieden, auf einen Business-Account umzusteigen. Das war für mich ein Hin- und Her. Mehrmals bin ich wieder auf den normalen Account zurück, weil ich mich damit nicht so ganz glücklich fühlte. Der Business Account erlaubt einem Instagramer, Promotions zu starten und man erhält Einsichten in die Statistik zu einem Bild. Interessiert hat mich das nie wirklich. Nur als ich wieder einige Kooperationen hatte und diese Firmen eben den Business-Account fordern, bin ich bei eben genannter Form geblieben. Über die Monate merkte ich schon, dass die Likes abnahmen. Gedanken habe ich mir nicht groß darüber gemacht. Ich dachte einfach, momentan ist Instagram nicht so beliebt. Oder meine Bilder sind nicht gut genug.

Andere Instagramer mit Business-Account haben mir ähnliches berichtet. Trotzdem habe ich nichts geändert. Instagram behauptet, nichts ändert sich an den Reichweiten.

Die neuen Werberichtlinien auf Instagram

Werbung auf Instagram muss beschriftet sein. Das ist klar. Also wurden, wie es sich gehört, alle bezahlten Werbeposts mit „Werbung oder Anzeige“ beschriftet und die dazugehörigen Hashtags wie #werbung und #anzeige eingefügt.

Ende September kam zusätzlich auf, dass es auf Instagram und anderen Social Media Accounts neue Werberichtlinien gibt. Bingo!

Nun macht man schon Werbung, wenn man von einem Produkt, welches man SELBST GEKAUFT hat, weil es GEFALLEN hat ein Foto postet und darin die Firma markiert oder/und Hashtags bezüglich der Firma setzt. Das war natürlich ein Schock! Wer hat sich nicht schon einmal über eine neue Jeans gefreut, sie stolz präsentiert und dann geschrieben…“Hach ich liebe meine neue Jeans von @jeansmarke und setzt die Hashtags #jeansmarke? Hast du doch auch schon gemacht, oder? Das ist jetzt auch Werbung. Werbung durch Verlinkung und muss jetzt gekennzeichnet werden. Prima. Dabei ist es vollkommen egal, ob du einen Business-Account hast oder nur 10 Folger.

Da ich mir keinen Ärger einhandeln wollte habe ich reagiert und meine Bilder dementsprechend bearbeitet und alte Fotos, die mir nicht mehr wichtig waren gelöscht. In dem Zug bin ich auch durch meine Folger durch und habe einige Folger, die niemals agieren, gesperrt.

Und plötzlich hatte ich das nächste Problem.

Gibt es einen Shadow Ban auf Instagram?

Shadow Ban bedeutet, dass der Account ganz normal funktioniert und der Nutzer genau so agieren kann wie immer. Nur findet man die Bilder nicht auf Hashtags, wenn man dem Account nicht folgt. Das ist meine Definition von Shadow Ban. Ob es das wirklich gibt möchte ich nicht bestätigen. Ich habe nur eine eigene Theorie, die ich dir gleich verdeutlichen möchte.

Mein neues Problem nach diesem Lösch- und Änderungsmarathon am letzten Wochenende war, dass meine Likes noch einmal massiv einbrachen. Was war denn da wieder los?

Im Netz habe ich etwas recherchiert und habe dazu einige Ansätze gefunden, woran es liegen kann.

    1. Man hat in kurzer Zeit zu viele Bilder gelöscht
    2. Man hat in kurzer Zeit zu viele Folger blockiert
    3. Man hat gesperrte Hashtags benutzt. Ja die gibt es, und davon viele und noch dazu wirklich unerwartete.

Ich wollte etwas Genaueres über Instagram herausfinden und habe meinen Business-Account @Casa_Selvanegra und einen alten normalen Account von mir, dem Account @cocoflamingoco, gegeneinander antreten lassen. Ich wollte mich vergewissern woran es zusätzlich zum wahrscheinlich vorher Passierten (siehe die 3 Dinge, die einen Account lahm legen können) liegen könnte.

Herausfinden wollte ich, wie ein Business-Account im Vergleich zu einem normalen Account auf Instagram angezeigt wird. Dazu habe ich mehrere identische Fotos mit gleichem Text und gleicher Veröffentlichungszeit und gleichen Hashtags veröffentlicht.

Das Erste was mir direkt auffiel war, dass die Fotos etwa 20 Minuten nach Veröffentlichung verschieden angezeigt werden. Die Fotos von @cocoflamingoco wurden im Feed von @Casa_Selvanegra angezeigt. Andersherum nicht. Da verliert der Business-Account schon Punkte. Ein Folger von @Casa_Selvanegra bzw. einem Business-Account muss theoretisch jeden Tag direkt auf das Profil des jeweiligen Accounts gehen, um neue Fotos zu entdecken. Ein Folger vom normalen Account bekommt die Bilder wie früher gehabt ganz simpel im Feed angezeigt und kann liken.

Das nächste Problem war die Anzeige in den Hashtags. Ich habe dazu anfangs den Account @cocoflamingoco als Folger von @Casa_Selvanegra laufen lassen. Am Ende habe ich dem Account nicht mehr gefolgt. So habe ich herausgefunden, dass dir Bilder in den Hashtags von Business-Accounts denen du folgst angezeigt werden. Folgst du einem Business-Account nicht, findest du selten oder weniger die Bilder in den Hashtags.

Ich habe für dich die Like-Quoten errechnet. Wenn du die Bilder vergleichst siehst du immer eine ähnliche Anzahl an Likes bei beiden Accounts. Vergleichst zu zudem die Anzahl der Folger von den Accounts siehst du einen krassen Unterschied.

Der Account @cocoflamingoco erreicht eine Like-Quote von ungefähr 20% wobei der Account @Casa_Selvanegra nur eine Quote von unter 2% erreicht.

Also liebe Leser und liebe Werbepartner und eventuell zukünftige Auftraggeber…was ist jetzt das bessere Ergebnis mit mehr Reichweite? Der große Account mit Business-Charakter und Statistiken oder der kleine normale Account?

Die merkwürdige Strategie von Instagram

Dahinter sehe ich eine merkwürdige Strategie von Instagram. Business-Accounts können bezahlte Promotions starten. Genau diese möchte Instagram verkaufen und aus diesem Grund wird die Reichweite gedrosselt. Es wird zwar wie schon erwähnt gesagt, dass die Reichweite nicht verringert wird, aber das glaube ich nicht.

Ich gebe auch zu, dass ich im September einmal eine Promotion auf einen bezahlten Instagram-Post bezahlt habe, um zu sehen was passiert. Es ist lächerlich. Ich habe 6 Euro für eine dreitägige Promotion ausgegeben und gerade einmal unter 20 Extra-Likes damit erreicht. Das macht ehrlich gesagt für einen Account für mich keinen Sinn.

Gesperrte Instagram Hashtags

Es kann dir passieren, dass du bei Verwendung von gesperrten Hashtags nicht mehr für andere sichtbar bist. Ja aber woher weiß man denn, welche Hashtags temporär und generell nicht erlaubt sind?

Ehrlich gesagt, ich wusste es nicht. Ich bin auch vollkommen verwundert, warum zum Beispiel #eggplant (Aubergine) gesperrt ist.

Eine Liste mit gesperrten Hashtags, die habe ich bei Onlinemarketing gefunden. Dort kannst du genau nachlesen welche es sind. Sie hier aufzuführen würde den Rahmen echt sprengen!

Temporär oder teilweise zensierte Hashtags sind zum Beispiel auch unerwartete Tags wie #instamood, #streetphoto, #thought, #tgif, #Workflow oder sogar ja #snapchat ist dabei.

Komplett zensierte Hashtags gibt es natürlich auch, schon weil es meist um sexuelle Ausrichtungen geht. Trotzdem gibt es auch hier wunderliche Begriffe wie #kansas.

Was ist mein Fazit

Ich liebe und hasse Instagram. Und liebe eventuell zukünftige Kooperationspartner ich werde bei @Casa_Selvanegra wieder auf einen normalen Account wechseln. Tut mir leid um die gewünschten beziehungsweise geforderten Statistiken, doch was bringt das wenn die Reichweite bei einem Business-Account gedrosselt ist. Da beißt sich doch die Ratte in den Schwanz, oder? Ganz sicher wird der normale Account danach nicht eine 20%ige Like-Quote einfahren, jedoch wird die Reichweite auf alle Fälle größer.

Und wegen neuen Werberichtlinien von Instagram muss der große Account erst einmal eine kleine Verschnaufpause einlegen, um sich zu erholen. Danke, dass ich in kurzer Zeit 300 Bilder löschen musste. Gerne habe ich zudem in Kauf genommen unter 10k Folger zu sein. Da gibt es bestimmt noch wahnsinnig viele inaktive Nutzer, nur die alle zu entflogen, das dauert, oder kostet!

Wie heißt denn dein Instagram Account? Vielleicht können wir uns auch dort vernetzen. Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wenn du lieber Posts von meinen Rezepten magst, dann schau‘ dir gerne meine Bananen-Muffins, meine Buttermilch-Mandel-Schnitten oder die Kirsch & Mandel Greixonera an.

Signatur Casa Selvanegra Blog

 

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4 Kommentare zu „Der Fluch von Instagram

    1. Danke für den Kommentar. Das ist so natürlich. Ich habe ja auch erwähnt, dass ich niemals die 20% erreichen würde. Dann müsste ich ständig über 2.000 Likes einfahren und das schafft kaum ein 50k Konto. Ich sehe das Hauptproblem darin, dass ich massiv gelöscht habe u das gefiel Insta nicht so 😉 Vg Sina

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