[Erinnerungen] In 3 Wochen durch Australien

Australien war schon immer ein Traum gewesen von mir. Vor einigen Jahren durfte ich Australien in 3 Wochen entdecken. Ich nehme euch mit auf meine Reise.

Durch die CMT Messe bin ich auf die Idee gekommen, meine vergangenen Reisen Revue passieren zu lassen und auch dich mit auf meine früheren Entdeckungen zu nehmen.
Die Zeit mit nur 3 Wochen war wirklich knapp bemessen. Aber warum? Ganz einfach. Ich hatte damals nur 24 Urlaubstage pro Jahr und diese Reise nahm eben gleich den ganzen Jahresurlaub in Anspruch.

Diese Reise war noch vor meiner großen Liebe zu Ibiza. Lang lang ist es her und so ist auch die Bildqualität schon von vornherein zu entschuldigen. Es war die Zeit vor dem Smartphone und selbst die digitale Fotografie streckte in Kinderschuhen. Einige dieser Fotos sind eingescannte Analogfotos und nichts ist bearbeitet worden.


Wie kam es zur Reise nach Australien?

Das passierte zwei Jahre zuvor. Ich war zwei Wochen in Dubai und dort kam es mit Reiseanbieter und Fluggesellschaft zu ein paar unschönen Erlebnissen. Ich (ich rede in dem Bericht von ich, obwohl ich nicht alleine unterwegs war, aber es war mein altes Leben) konnte zusammen mit dem Reisebüro eine kleine Entschädigung aushandeln und so ergab sich ein Upgrade auf einen Business Flug mit dieser Fluggesellschaft und eine kleine Geldsumme. Ich überlegte ein Reiseziel und entschied mich am Ende, das Ticket so weit wie möglich auszureizen. So stand Australien auf dem Programm. Fast zwei Jahre wurde darauf hingefiebert.

Australien in 3 Wochen scheint knapp bemessen und ist es auch. Trotzdem werde ich meinen Bericht splitten, denn anhand der ganzen Erlebnisse, wird es für einen Bericht zu voll gepackt. Zuerst gebe ich euch einen groben Überblick über die Reise und Route und in den nächsten Beiträgen werde ich auf einzelne Hotspots direkt eingehen! Es gibt Tipps was zu beachten ist, denn es kann doch reichlich viel schief gehen.

Karte Australien / Quelle: Pixabay


Die Planung der Reise nach Australien

Als das Ziel Australien feststand ging es an die Planung. Zusammen mit dem Reisebüro und auch alleine wurde die Reise zusammengestellt. Die Route wurde grob festgelegt. Grob aus dem Grund, weil ich offen lassen wollte, ob ich mich an einem Ort länger aufhalten werde, weil es gefällt, oder ich gerade schnell weiterfahre zum nächsten Platz.
Es wurde eine gemischte Reise mit Camper, Flug und Mietwagen, Hotelübernachtungen und Bed&Breakfast. Die Reisezeit wurde auf Juni festgelegt, denn da ist zwar in Australien Winter und nicht gerade Badesaison, aber es war eben auch die günstigste Reisezeit.


Die Route durch Australien

Es gab einen Flug mit Business Class von Frankfurt via Dubai nach Sydney. Geplant waren fest die Route entlang der Ostküste mit dem Camper von Sydney nach Cairns im nördlichen Australien. Das sind rund 2.500 km. Fest gebucht von Deutschland aus war auch der Flug von Cairns nach Alice Springs, das Hotel in Alice Springs und die Fahrt mit dem Mietwagen von dort zum Uluru. Weiterhin bereits terminlich festgelegt waren die Übernachtung in der Lodge am Ayers Rock und auch wieder die Rückfahrt von dort zurück nach Alice Springs mit Hotel etc. Auch der Flug vom Outback zurück nach Sydney war gebucht. Und in Syndey war das Bed&Breakfast bereits fix. So war die Route ziemlich straff gepackt und es gab nur Spielraum in der Zeit mit dem Camper.

Das Zuhause


Erlebnisse in Australien

Die 3 Wochen in Australien waren voll gepackt. Es ging von Syndey nordwärts nach Newcastle, weiter nach Taree. Dort in der Nähe habe ich einen Nationalpark besucht. Weiter nach Port Macquarie, von dort nach Coffs Harbour. Danach zur Sunshine Coast und Brisbane, weiter nördlich nach Harwey Bay (Fraser Island) und Bundaberg. Dort Besichtung der Destillerie und weiter nach Rockhampton. Über MacKay ging es nach Airlie Beach wo ich drei Tage verbrachte. Von Airlie Beach aus gab es Ausflüge zum Great Barrier Reef und zu den Whitsunday Islands. Traumhaft sag ich nur!

Weitere Entdeckungen in den 3 Wochen Australien waren Townsville, Ingham, Innisfail und Cairns. Dort mit einem Ausflug nach Kurranda und die Atherton Tablelands. Zwischendurch würde eine Höhle besucht und der Regenwald unsicher gemacht. Es wurde mit Aborigines getanzt und Boomerang werfen gelernt. Die Royal Flying Doctors wurden besucht.

In Cairns wurde der Camper abgegeben und ich flog nach Alice Springs in den Northern Territories, dem Outback. Es gab einen Tag Aufenthalt in Alice Springs mit der Besichtigung der School of the Air. Schnell ging es zur Mietwagen-Station und ich rauschte die knapp 500km zum Ayers Rock, dem Uluru. Für mich stand fest, auch wenn wenig Zeit in Australien ist und es tausende andere geniale Dinge dort zu sehen gibt, den Uluru muss ich sehen! Somit nahm ich den Stress auf mich, den einen Tag 500km hin zum Ayers Rock und den folgenden Tag die 500km zurück nach Alice Springs zu fahren.

In Alice Springs wartete eine Hotelübernachtung auf mich und dann hieß es, Syndey in drei Tagen entdecken.

Das waren einige Anlaufpunkte während der dreiwöchigen Entdeckungstour.


Probleme auf der Reise

Ich muss gestehen, dass diese drei Wochen krass waren. Es war Stress pur. Zum einen konnte man die Entfernungen nicht abschätzen. Und die Wege-Zeit-Planung war mehr als ein Durcheinander. Zu erst fuhr ich morgens los und kam irgendwann am Wunschort an, doch dann war es meist schon dunkel und ich konnte nichts mehr tun. Die Zeitknappheit dazu gerechnet ließ so sehr wenig Spielraum. Im weiteren Verlauf habe ich tagsüber das angestrebte Ziel angeschaut und fuhr danach soweit es ging bis tief in die Nacht oder in die frühen Morgenstunden weiter. Schlaf und Erholung gab es wenig. Man überschätzt auch so wahnsinnig diese Entfernungen. 500km sind dort nichts! Auf diesen Strecken gibt es oft keine Ortschaften, nichts. Das wäre hier einmal halb durch Deutschland. Zudem kann man eigentlich nirgends schneller als 80km/h fahren. Einmal wegen dem Camper, zweitens hat man das Steuer auf der anderen Seite und drittens sind manche Straßen in Australien eine echte Herausforderung. Loch an Loch und ohne Markierungen. Glück hatte ich, dass ich im Juni dort war, denn in anderen Monaten kann es schon vorkommen, dass ganze Straßenzüge wegen Überschwemmungen gesperrt sind. Aber es gibt dann eben auch keine anderen Straßen, über die man ausweichen könnte!

Andererseits war der Juni als Reisezeit auch wieder nicht gut, denn es war Winter. Klar hat man nicht die Kälte wie hier, aber das Wetter ist unbeständig. Manchmal regnet es wie aus Kannen, dann ist es wieder arg windig. Fraser Island konnte ich so leider nicht sehen, denn im Winter gehen die Fähren nicht täglich, sondern nur zweimal die Woche und ich habe die Fähre um einen Tag verpasst. Die Zeit, die nächste Fähre abzuwarten fehlte mir in meiner 3-wöchigen Reise.

Heute ist so eine Planung bestimmt schon wieder einfacher. Ich fuhr ohne Navi und fast ohne Handyempfang. Radio im Auto gab es an manchen Orten nicht mal, denn es gab schlichtweg keinen Empfang! Das Internet war auch nicht so wie heute unser bester Freund und so konnte ich nicht alle Daten und Öffnungszeiten genau haben. Reiseführer und die Planung daheim war alles was ich hatte. Bei so einer Aktion war es auch nicht möglich, von zuhause aus schon alles super genau zu planen. Wetterbedingt wäre auch beinahe mein Wunsch ins Wasser gefallen, das Great Barrier Reef zu besuchen.

Durch meine Unterschätzung der Entfernungen und der Zeit wurde anfangs auch zu arg getrödelt, in der Mitte der Reise wahnsinnig gerannt und dann war wieder mal am Ende kurz vor Cairns viel Zeit übrig. Aber vor Cairns gab es nun leider wieder nicht so die Highlights zu entdecken.

Im Outback habe ich auch nicht bedacht, ein Hotel mit Heizung zu buchen. Tagsüber hat es dort im Winter zwar gerne um die 30°C, nachts war es mit Frost wieder empfindlich kalt.


Mein Fazit

Es war toll und erlebnisreich. Ich würde es wieder machen. Aber bestimmt nicht so und nicht in der knappen Zeit. Meinetwegen nur 3 Wochen Australien, dann aber nicht mit einem so gewaltigen Streckenplan.

Warst du schon in Australien und was hast du erlebt? Auf welche Erlebnisse soll ich eurer Meinung nach genauer eingehen?

Ich freue mich über reichlich Kommentare!

0 comments
0 likes
Prev post: GAB ES DAS NICHT SCHON EINMAL?Next post: Spanische Küche | Low Carb Hähnchenschenkel mit Bohnen und Pilzen

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.