Oder wie ich zum Bloggen gekommen bin.

Das sind Facts die dich interessieren. Schockierende Wahrheiten über mein liebstes Hobby. 

Bloggen ist eine eigene Welt. Man fängt irgendwie an und je länger man es betreibt, desto intensiver wird es. Es ist eine Liebesbeziehung mit deinem Laptop und deinem Smartphone. Wie in einer richtigen Beziehung gibt es auch hier Tag an denen man das Bloggen liebt und andere Tage an denen man am liebsten Lebewohl sagen möchte.

Blogger Wahrheiten Bloggen beginnen
Bildquelle Pixabay

Hier sind sie nun, die Wahrheiten über das Bloggen. Alles aus meiner Sicht, aus der Sicht eines noch Freshman-Bloggers und Kleinbloginhabers.

  1. du verbringst mehr Zeit mit deinem Handy als mit deiner Familie
  2. du musst ständig, am besten täglich neuen und guten Content liefern
  3. du bist ziemlich zeitgleich mit Smartphone, Laptop und anderen Devices am Arbeiten
  4. du bekommst ständig die tollsten Geschenke von Firmen
  5. deine Familie hat kein Lieblingsessen, denn jedes Gericht wird nur einmal gekocht 
  6. dein Kleiderschrank bricht aus allen Nähten, weil du nur die modischsten Outfits trägst
  7. dein Haus, deine Wohnung ist weiß mit weiß
  8. du guckst ständig nach deinen Statistiken 
  9. der erste Griff am Morgen geht direkt ans Smartphone für die Social Media Pflege
  10. Firmen geben dir Produkte und möchten dafür einen Post (Werbung) – du kannst natürlich von den Waren deine Miete bezahlen

Diese Wahrheiten sind natürlich mit Ironie versetzt und überspitzt dargestellt. Ich erwähne es nur, nicht dass du jetzt die Hände vor die Augen schlägst. 

Magst du noch immer Blogger sein?

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Wie bin ich zum Bloggen gekommen?

Kurz gesagt war es wie die Jungfrau zum Kinde. Die Langversion ist Folgende:

Ich treibe mich schon seit Ende der 1990er im Internet herum. Damals waren Portale wie Cycosmos und MySpace die coolen Seiten zum virtuellen Vernetzen. Ich habe diese Portale benutzt, aber es war nicht meins.

Durch Brieffreunde damals bin ich zu Livejournal gekommen. Diese Seite war wohl der Urblog. Oder so etwas ähnliches. Es war einfach ein Portal, wo man sich traf, neue Freunde fand und natürlich fast täglich etwas über sein Leben schrieb. Einige dieser Freundschaften pflege ich heute noch immer. Einige dieser Freundschaften habe ich auch in Real Life kennen gelernt. So traf ich Livejournal-Freunde in Los Angeles, Philadelphia, Florenz und Sydney. 

Irgendwann war Livejournal nicht mehr interessant. Nicht nur für mich, sondern auch für andere. Die Seite nahm ab. Facebook kam auf. Ich war nie so der Facebooker, nein ich hatte einen Account, Freunde dort und gut.

Instagram wurde eine neue Leidenschaft. Im Jahr 2010 oder 2009 (wann kam denn Instagram in Deutschland auf den Markt?) meldete ich mich dort an. Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten mit dieser App, doch irgendwann zog es mich in seinen Bann. Einige Jahre später und auch einige Accounts später entstand die cerezanis, mein damaliger Instagram Account. 

Doch was hat das mit Bloggen zu tun? Noch nicht wirklich viel.

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In dem Jahr als ich in Erziehungszeit daheim war,  hatte ich oft auch zu viel Zeit und Bloggen wurde gehypt. Ich dachte mir, ach warum denn nicht auch einen Blog starten. Gut ich setzte einen auf. Aber das war nichts für mich. Ich schrieb ein paar Posts und verlor die Lust, weil es einfach kein Feedback gab. Damit war die Bloggerei für mich abgeschlossen.

Oder nicht?

Instagram war mein neues Hobby. Ich fütterte meinen Stream täglich mit mehreren Fotos. Bekam Follower und Feedback, fand neue Bekannte. Ich postete auch immer wieder mein Abendessen.

Das gefiel wohl vielen. Ich wurde gefragt, ob ich nicht meine Rezepte veröffentlichen könnte. Anfangs schrieb ich diese in einen Zweitaccount bei Instagram, doch das war umständlich und damals fehlte noch die Kopplung von mehreren Accounts. Ständig einloggen, ausloggen war einfach nur nervig.

Also habe ich eine Seite bei WordPress aufgesetzt und meinen Instagram-Mädels den Link dahin verraten. Ich nannte meine Rezepteseite CasaSelvanegra. Ab und zu fütterte ich mal die Seite mit Rezepten. Ich habe nicht gebloggt. Nur etwas veröffentlicht.

CasaSelvanegra entstand im November 2014. Manchmal habe ich monatelang nichts geschrieben, weil es einfach nicht so den Sinn für mich ergab. 

Ostern 2016 plötzlich boomten meine Statistiken. Was heißt boomen. Im Vergleich zu vorher natürlich war es ein Boom. Ich wurde neugierig und befasste mich mit dem Bloggen. Ich las erstmals auch andere Blogs und kommentierte. Nun wurde es interessant. Ich wurde ein Blogger. 

Wie seid ihr denn zum Bloggen gekommen?

Mit diesem Post nehme ich an der Blogparade von Fossy’s teil, die fragt wie ich zum Bloggen gekommen bin.

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33 Kommentare zu „10 Wahrheiten über das Bloggen

  1. Ich bin eher zufällig zum Bloggen gekommen, über Facebook, einige meiner virtuellen Freunde posten ihre Artikel über Facebook.
    Bloggen ist für mich ein netter Austausch und funktioniert auch nur wenn man sich gegenseitig austauscht.
    Ich lese über den Reader auf vielen anderen Blogs mit und nehme auch ständig neue für mich interessante Blogs in meine Leseliste auf.
    Übrigens 😉 weder meine Familie noch meine Freunde leiden darunter, das liegt klar daran das ich über den Punkt jeden Tag einen Artikel schreiben zu wollen/müssen lange raus bin 🙂

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  2. Danke für diesen Beitrag und ich kann viele Parallelen feststellen. Ich bin ja erst 1 Jahr dabei aber es stimmt das man permanent unter Druck steht was zu veröffentlichen sonst great man glaub schnell in Vergessenheit. Die Frage stellt sich nur ob der Druck und die Konsequenz dies wert ist ? Ich denke das einige einfach nur den „Gefällt mir “ Button drücken ohne überhaupt den Beitrag anzuschauen. Im Reader geht das ja sehr einfach ! Mir ist aufgefallen dass man im Sekundenbereich die Mitteilungen bekommt und es zeitlich gar nicht möglich ist diese Beiträge anzuschauen. Dies ist manchmal schon sehr auffällig ! Finde ich schade den da macht sich jemand wirklich viel Mühe ! Statistik hin oder her solange es Spaß macht sollte man es betreiben ! LG Manni

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    1. Im Prinzip bin ich ja erst wie geschrieben seit Ostern dabei. Vorher hat niemand den Blog gelesen und ich habe mich auch null darum gekümmert, dass er evtl gesehen wird. Habe mich gar nicht damit auseinandergesetzt- bis Ostern. Da war mir langweilig und ich begann auch zu lesen. Jetzt wiederum komme ich kaum noch zum Blog lesen.. LG Sina

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      1. Da hast du recht! Ist es das Wert? Ich glaube wenn ich nicht zufällig auch an Aufträge gekommen wäre, dann würde dieser Blog noch genau so umherdümpeln wie letztes Jahr. Sicher ist das nicht jedermanns Sache mit Sponsored Posts, doch ich als Mama mit kleinem Halbtagsjob freue mich schon über ein wenig extra Geld, welches ich auf die Seite legen kann, um mich weiter an Ibiza ranzusparen (reisetechnisch). Das ist doch schön, auch ein wenig Extra mit dem Hobby zu haben… Vollzeit könnte ich mir Bloggen überhaupt nicht vorstellen! LG

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  3. Ich kann vor allem deinen 10 Fakten nur zustimmen – auch wenn ich manches davon selbst nicht so gut finde. Aber es gibt immer Licht und Schattenseiten.
    Ich blogge eigentlich schon seit ich 14 bin, habe währenddessen allerdings 4 mal den Blog gewechselt und Pausen eingelegt. Jetzt möchte ich es endlich mal ordentlich anpacken 🙂

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

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      1. Hach ja…aber das ist doch bei DM genauso…da gibt es doch diese Blogger Newsletter (bekomme ich auch) und da wird wieder gesagt, was es Neues gibt und die Blogger werden aufgerufen quasi Werbung dafür zu machen. Die Bilder etc. liefert DM gratis zum Download. 🤔

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      2. Ja. Daher überlege ich mir jetzt immer schon wenn ich Produktests mitmache, was es ist und ob es zwingend auf den Blog muss. Manchmal ist es ok. Ich habe anfangs darüber gar nicht nachgedacht. Nicht, dass ich aufs Geld scharf bin, es ist aber eben kostenlose Werbung für Firmen und du als Blogger hast ne Heidenarbeit mit einem Post. Dauert ja alles…

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  4. Ich liebe es zu bloggen und meine Rezepte zu teilen … Wobei mir alleine das Kochen, ausprobieren, anrichten und fotografieren den größten Mehrwert gibt. Wenn es jemand anderem auch noch gefällt, dann umso besser. 😉
    Wie bist Du denn an Deine Reichweite gekommen? Hast Du etwas aktiv dafür gemacht (außer das bloggen natürlich 😀 )?

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    1. So eine große Reichweite habe ich nicht. Irgendwie kam das ganz plötzlich. Ich hatte im März auf einmal 400 Seitenaufrufe an einem Tag. Ich war baff. Das war wo ich dann anfing, mich mal überhaupt damit auseinanderzusetzen. Seither teile ich die Beiträge in Social Media und kommentiere Blogs.

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