Wenn man einen Urlaub bucht stellt sich immer wieder die Frage, wo man denn am Urlaubsort übernachten möchte und natürlich wie. Auf Ibiza gibt es vielerlei Möglichkeiten, sei es ein Hotel, ein Hostel, eine Finca, ein Bed&Breakfast, ein Campingplatz oder eine Ferienwohnung.

Zwei Möglichkeiten möchte ich euch heute anhand von drei Beispielen vorstellen.

Das Hotel „Stella Maris Paraiso“

Fangen wir mal so an, wie fast jeder wohl seinen ersten Urlaub auf Ibiza verbringt: Im Hotel.

Hotels gibt es natürlich auf der Baleareninsel unendlich viele in den unterschiedlichsten Preisklassen. Sei es das All-Inklusive Mittelklasse-Hotel oder das Nobelhotel wie zum Beispiel das „Na Xamena“ oder das „Ushuaïa“

Bei meinen Aufenthalten auf Ibiza haben wir bisher gerade mal drei verschiedene Unterkünfte in Anspruch genommen, da wir einfach gerne das Gleiche gebucht haben.

Mehrere Male waren wir im Hotel und klassischer Weise war der erste Trip nach Ibiza ein Pauschalurlaub mit Halbpension im 3 Sterne Hotel. Zu All-Inklusive auf Ibiza kann ich jedoch keine Auskunft geben, weil wir diese Variante der Verpflegung noch nie irgendwo in Anspruch genommen haben.

Aber gut genug herumgeredet nun zum Hotel!


Das Hotel, was wir auswählten, war das „Stella Maris Paraiso“ an der Cala Gracio nahe Sant Antoni.

Unsere Wahl fiel auf dieses Hotel, weil es kein Betonbunker war, sondern weil die Anlage sehr großzügig ist und die Häuser im ibizenkischen Stil gebaut sind. Jedes Häuschen des Hotels besteht so aus 10 Zimmern und somit vermittelt alles eine lockere Atmosphäre. 


Dass das Hotel auch All-Inklusive und zig Animation anbietet, hat uns noch nie wirklich interessiert. Jedenfalls ist im Sommer wohl alles für jedes Alter geboten. 

Mit Hotels stehe ich eh im Zwiespalt. Hotels buche ich gerne für kurze Städteaufenthalte, doch für längere Zeit mag ich das morgentliche Anstehen am Buffet nicht und das Speiseangebot ist eben auch nicht das, was ich von einem Urlaub erwarte. Das Speiseangebot ist gut, keine Frage. Die Auswahl ist ausreichend, aber es ist doch einfach so, dass dort sehr viele Menschen auf einmal urlauben.

Frühstücksterrasse

Nach einigen Jahren Pause mit Hotel buchten wir mit Kleinkind dann doch wieder das Hotel. Jedoch bevorzugten wir nur die Option mit Frühstück. Das Hotel ist gut und das Personal wirklich freundlich und alles ist prima, aber es ist eben der Massentourismus, der uns in so einer Anlage etwas stört. 


Die Zimmer sind zweckmäßig und großzügig ausgestattet. In jedem Raum gibt es eine Art Küchenecke mit Kühlschrank. Der Kühlschrank ist nicht mit Drinks, Wasser etc. gefüllt, sondern steht dem Gast voll und ganz zur eigenen Verfügung. Die „Küchenecke“ ist eher so gemeint, dass es dort genügend Platz zum Anrichten und Lagern von kleineren Utensilien gibt. Küchenausstattung ist nicht vorhanden. 


Direkt vor dem Hotel ist eine Busverbindung und es sind ausreichend kostenlose Parkplätze am Hotel vorhanden.

Fazit: Ein gutes Mittelklassehotel für Leute, die nicht auf der Suche nach Hotelbunker sind.   Mit Fußweg zum Strand ist es bestens geeignet für Familien mit Kindern. 

Die Bed&Breakfast Finca „Can Fuster“

Unsere favorisierte Unterkunft ist bzw. war das „Can Fuster“. Im „Can Fuster“ waren wir auch mehrere Male. Es ist eine kleine Bed&Breakfast Finca mit nur 8 Zimmern in San Joan de Labritja. 


Auch wenn das Haus direkt an der Straße gelegen ist, es ist einfach ein tolles Flair dort. Die Betreiber sprechen nur Spanisch und so kommuniziert man mit Händen und Füßen oder spricht eben die Sprache.

Can Fuster

Die Anlage mit Pool ist liebevoll gestaltet und war früher ein Schreinerbetrieb. Die Zimmer sind typisch ibizenkisch eingerichtet. Jedes Zimmer hat eine eigene Terrasse oder einen Balkon. Die Anlage ist recht groß mit Pool und Gartenanlage. Parkplätze sind auf dem Grundstück vorhanden.

Zimmer im Can Fuster

Das Frühstück wird vom Inhaber und seiner Frau gerichtet und immer direkt an den Tisch gebracht. Man hat die Wahl zwischen knusprigem Tomatenbrot oder Schinkenbrot. Dazu gibt es Kaffee und frisch gepressten Orangensaft. Hier gibt es wirklich nur das zum Frühstück! Ich finde das richtig gut. 

Can Fuster

Was mir dort auch sehr gefallen hat, ist die sehr persönliche Note. Ich habe ich gefreut, wenn der Inhaber uns jedes Jahr gleich wieder erkannt hat!

Es wäre auch immer noch unsere Unterkunft, jedoch ist es bei den 8 Zimmern jetzt immer ausgebucht zu den Zeiten wie wir die Möglichkeiten haben, nach Ibiza zu kommen. Früher konnten wir noch über die TUI buchen, doch hat der Inhaber mittlerweile keinen Eintrag mehr im Reisekatalog, da es auch über Internet buchbar ist und wohl immer gleich unter der Hand gebucht wird.

Fazit: Eine perfekte Kombi aus Bed&Breakfast und Ibiza pur. Im ruralen Norden gelegen perfekt für Leute, die das richtige Ibiza suchen. Die Lage der Anlage am Ortsanfang von San Joan erlaubt auch Spaziergänge durch das Städtchen und zum Einkaufen zu Fuß.



Die noblere Finca „Can Pere“

Das „Can Pere“ liegt im Osten von Ibiza in der Nähe des Golfplatzes und der Cala Llonga. Es ist wirklich eine richtige Finca im Kolonialstil im Landesinneren, denn man fährt genau 4 Minuten auf einer Schotterpiste zum Anwesen. Angst um den Mietwagen darf man da nicht haben. Es holpert manchmal schon ziemlich!


Auf der Anhöhe angekommen erwartet eine wunderschöne Finca und die Ruhe schlechthin.

Es ist eine großzügige Anlage mit Haupthaus und mehreren kleinen Nebenhäusern. Wir bekamen ein großes Zimmer in einem Nebenhaus, da wir mit einem 8 Monate altem Baby dort waren. Für uns sah es so aus, als wurde das Babybett direkt für uns neu gekauft. 


Es war ein Reisebettchen und strahlte, als wäre es gerade ausgepackt worden. Das Zimmer war sehr großzügig mit wunderschönem Bad ausgestattet. Das Zimmer hatte auch einen riesigen Flatscreen und eine Couch zum relaxen. Die Terrasse war recht klein, aber zweckmäßig ausgestattet.

Wie ich gelesen habe, sind die Zimmer im Haupthaus wohl recht klein.

Eingangsbereich
 

Die Anlage ist sehr liebevoll und gepflegt. Die Poollandschaft hat diese wunderschönen Sunbeds mit weißen Tüchern. Das macht was her!

Poolbereich
 

Das Frühstück gibt es in reichlicher Auswahl in Buffetform.

 

In unserer Reise damals war im Paket auch ein Abendessen an einem Tag enthalten. Wir konnten wählen, an welchem Tag wir dieses zu uns nehmen wollten und konnten a la Carte wählen.

Das Personal war auch wunderbar freundlich, alles ist sauber und gepflegt.

Can Pere
Die Anlage

Fazit: Die Anlage ist sehr zu empfehlen, jedoch schon eher im höherpreisigem Niveau. Wer es sehr ruhig mag, ist dort gut aufgehoben. Jedoch geht dort nichts ohne Auto.

Nun habt ihr die Qual der Wahl wie ihr urlauben möchtet. Welches der drei gefällt euch am besten? Wart ihr schon auf Ibiza und könnt mir auch was Schönes empfehlen? 

Dieses Jahr probieren wir wieder etwas Neues aus. Ich werde euch davon berichten!

Ich freue mich wieder auf reichlich Kommentare und gerne reichliches Teilen des Beitrages! 

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10 Kommentare zu „[Mein Ibiza] Hotel oder Finca – Die Wahl der Unterkunft

  1. Hübsche Hotels hast du hier vorgestellt ! Richtig immer die Frage welches soll man buchen ! Jedes Jahr das gleiche Spiel ! Ich denke 100 % Zufriedenheit gibt es nicht ! Jedes Hotel hat Vor-und Nachteile. Man muss sich eben nur entscheiden dass die Vorteile einfach überwiegen. Wie buche ich ? Für mich gibt es relative wenig Entscheidungsmerkmale, diese sollten dann aber auch passen !

    Suche die Nähe zum Meer wenn möglich mit eigenem Badestrand ! Pool ist mir egal den dort bade ich in der Regel eh nicht ( kann ich zuhause im Freibad )

    Anlage nicht zu groß, am besten so Bungalowappartement !

    Wo ich auch darauf achte sind die Transferzeiten vom Flughafen. Die sollten für mich relative kurz sein ! Es nervt mich einfach wenn ich noch nach einem Flug ewig im Bus sitzen muss !

    Hotel sollte auch nicht zu abgelegen sein da man abends vielleicht sich noch die „Füße“ vertreten möchte !

    Verpflegung: Ganz ehrlich ich stehe auf „All inclusive“ ! Muss mir keine Gedanken machen und bisher bin ich mit allen Hotels immer „gut gefahren“ ! Gebe dir aber in dem Punkt recht, dass diese Hotel relative gut besucht sind und manchmal eine Kantinenatmosphäre aufkommen kann.

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    1. Danke für diesen ausführlichen Kommentar. Du hast so ganz andere Ansichten vom perfekten Hotel. Interessant zu lesen. Die Transferzeit ist mir egal, denn ich habe ja ein Auto. Und beim Essen da probiere ich lieber einheimische Küche wie 14 Tage lang das gleiche kontinaleuropäische Essen. 🙈 Pommes und Nudeln kann ich auch daheim haben 😂😘 LG

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      1. da siehst du wie die Meinungen doch unterschiedlich sind ! Mietwagen habe ich in der Regel auch aber eben nicht unbedingt gleich vom Flughafen. Hatte ich einmal auf Fuerteventura und musste nachts vom Flughafen weg fast 80 km in den Ferienort fahren. Nach 4,5 Std. Flug und null Ortskenntnis auf der Insel bei Nacht fand ich dann nicht so toll !. Und beim Essen gebe ich dir auch recht aber bei fast allen Hotels die ich bisher hatte waren immer mind. 1 einheimisches Gericht dabei. Egal jeder soll seinen Urlaub so gestalten wie er es für richtig und sinnvoll hält den nur so wird dieser auch gelingen. Denke es ist auch noch ein Unterschied vom Alter her . Wenn ich mir vorstelle wie ich früher Urlaub gemacht habe und heute da gibt es schon Unterschiede. Ferner verreist man mit Kinder oder als Paar auch dort wird man Unterschiede im laufe der Jahre feststellen ! LG
        Nächste Woche gehts ja in den Schwarzwald – in ein Ferienhaus ! mal schauen !

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      2. Ja das gestaltet jeder ganz anders. Bekannte von mir, weitaus jünger bevorzugen auch Hotel und all-in. Mögen wahrscheinlich auch die meisten, denn sonst gäbe es das nicht so viel und andere Dinge wären auch nicht so schwer zu finden.
        Das mit dem Mietwagen stört uns/mich nicht. War damals auch nach 24h Flug total übermüdet in Sydney gelandet und musste gleich dort vom Flughafen mitten durch die Stadt über die Harbour Bridge im rechtsgelenkten Mercedes Sprinter fahren. Das war mein erstes Mal im Linksverkehr 🙈. In Los Angeles und Philadelphia ging es auch gleich ins Auto und los. Und alles noch ohne Navi. Es geht. Mit so einem Transferbus allerdings würde ich wohl auch gleich ein Hotel neben dem Flughafen bevorzugen. Das Getuckel nervt! Eben alles ist Geschmacksache! Urlaub im Schwarzwald habe ich auch noch nie gemacht. (Nicht lachen – bin ja zugezogen) Ist bestimmt auch interessant. LG

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      3. sehr gut beschrieben ! Ich möchte mir im Urlaub einfach so wenig wie möglich Gedanken machen und nur die Ruhe ( die suche ich ) das Meer und die Sonne genießen ). Habe Gedanken das ganze Jahr über genügend !!!!
        Linksverkehr – da hätte ich ein Problem , habe auch deshalb immer England als Reiseziel ausgeklammert obwohl ich so gerne mal nach Cornwall fahren würde.
        Übrigens ich habe im Schwarzwald auch noch nie Urlaub gemacht bis auf ein Wochende in Bernau !!!!

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      1. Eigens Bad und Kochzeile. Aber wie gesagt, alles recht… einfach gehalten. Da ich Deinen Komfortbedarf nicht so ganz kenne, will ich Dir keine falschen Hoffnungen machen 🙂 Kein Ungeziefer aber fließend Wasser und an vier von sieben Tagen war es auch warm 😀

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