Oh du köstliche Ofennudel!


Buchteln, ja das sagte mir schon seit je her was. Also ja ich habe davon gehört und gelesen, aber echt ich habe diese schmackhaften Dinger noch nie gegessen!

Nun browse ich recht viel auf diversen Blogs herum und überall waren sie. Buchteln! Dann auch noch so liebevoll hergerichtet und so zum Reinbeißen beschrieben. Irgendwann, also gestern, packte es mich und ich wagte mich an das Ofennudel-Rezept von der lieben
Franzi von „Briefkastenliebe“.



Was sind die Zutaten?

  • 1 Würfel frische Hefe
  • 500g Mehl
  • 250ml Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker 
  • 60g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 80g weiche Butter + Butter zum Bestreichen und Fetten der Form
  • Vanillesauce

Wie wird es gemacht?

Ihr erwärmt die Milch und gebt etwas Zucker hinzu und zerbröselt den Hefewürfel hinein. auflösen lassen und etwas gehen lassen.

In eine große Rührschüssel gebt ihr das Mehl, den restlichen Zucker, die weiche Butter, das Ei, den Vanillezucker, und eine Prise Salz.

Das Hefegemisch gebt ihr jetzt hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig.

Den Teig lässt ihr solange Ruhen bis sich dieser in seiner Größe mindestens verdoppelt hat.

Ihr fettet eine Auflaufform. Formt auf melierter Arbeitsfläche kleine Kugeln und legt diese in die Form.

Die Teigkugeln lässt ihr nochmals 30min zugedeckt ruhen. Ihr bestreicht die Buchteln vor dem Backen noch ein wenig mit Butter.


Den Ofen heizt ihr auf 200°C vor und lasst die Nudeln etwa 20min backen.


Mit der Stäbchenprobe könnt ihr sehen, ob die Buchteln fertig sind.

Während des Backens bereitet ihr die Vanillesauce nach Anleitung zu – kann man warm oder kalt schlemmen.

<p<
</p<

Lasst sie euch schmecken, diese ja auch schwäbische Spezialiät. Diese Ofennudeln stammen ja eigentlich aus dem Tschechischen, haben aber auch in Bayern, der Pfalz, Sachsen, in Württemberg und Österreich ihren Weg in die Küche gefunden! 

Also ¡Buen Provecho! ihr Lieben.

xoxo & liebste Grüße

Eure Sina

[Mein Ibiza] Die Cala Benirrás 

Wollt ihr DEN Spirit von Ibiza erleben und dazu in türkisblauem, kristallklarem Wasser Baden oder Schnorcheln? Dann seid ihr genau hier richtig!

Meine Liebe zu Ibiza begann erst auf den zweiten Blick. Am letzten Tag vom ersten Urlaub dort. Nämlich an dem Tag an dem ich eine Jeepsafari gebucht hatte und hier im Benirrás ein Stop eingelegt wurde! Ich stieg aus dem Auto und bääääm! Jetzt hatte es mich gepackt.


Die Cala Benirrás ist im Nordosten der Insel bei Sant Miguel gelegen und nur mit dem Auto erreichbar. Ab Sant Miguel ist die Bucht ausgeschildert und ziemlich einfach zu finden.

Man fährt eine gefühlt unendlich lange kurvige, von Pinienwäldern gesäumte Straße entlang hinunter zum Strand. Man hat das Gefühl man ist ganz alleine unterwegs. Keine Häuser, keine Hotels. Am Strand angelangt gibt es einige Parkmöglichkeiten, meist hat man Glück, recht strandnah zu parken.

Man steigt aus dem Auto und riecht förmlich Ibizas Magie. Der 160m lange, 40m breite Strand ist teilweise oder eher komplett ein Kieselstrand mit glasklarem und wunderbar türkisblauem Wasser. Rundherum von Pinienwäldern bewachsen, mit steilen Felswänden umrandet ist es für mich DER Strand. Die Hügel rundherum sind pur und unverbaut.

Das Wasser lädt zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen ein. Man kann im Wasser wunderbar die Fische beobachten wie sie an einem vorbeischwimmen.

Von der Mitte des Strandes hat man einen wunderschönen Blick auf alte Bootshäuser und auf den steil aufragenden magischen Felsen ‚Can Bernat‘, dem sogenannten ‚Finger Gottes‘.

Die windgeschützte Bucht ist ein beliebter Ankerplatz privater Yachten und Segelboote. Am frühen Abend trifft man sich zum Genießen der weltbekannten Sonnenuntergänge Ibizas.

Das Publikum ist gemischt aus Familien und Hippies. Hier ist absolut kein Laufsteg für die angesagtesten Bademodentrends. Hier genießt man einfach das Leben

.

Am Strand gibt es drei Restaurants, darunter das sehr bekannte „Elements“ mit seiner guten Küche und chilligen Atmosphäre.


Natürlich fehlt es auch nicht an Duschmöglichkeiten, Umkleiden und Rettungsschwimmern. Es gibt Liegen und Sonnenschirme zu mieten (5 Euro/Tag/Liege/Schirm Stand Sommer 2015). Zum Einkaufen gibt es eine kleine Strandboutique mit handgefertigten Souvenirs. Nein, es gibt hier keinen touristentypischen Shop, der schon von weitem mit fett aufgeblasenen Luftmatratzen lockt.

Hippies

Sonntags sollte man den Strand unbedingt aufsuchen oder vermeiden. Ja was soll ich dazu sagen. Am Sonntag steigt hier immer die legendäre Open-Air Session. Trommler und Feuerkünstler begleiten in echter Hippietradition den Sonnenuntergang.

Warum hingehen? Das ist Ibiza mit seinen Hippies. So pur und unverfälscht. Es ist pure Magie, dabei zu sein.

Warum meiden? Nun mittlerweile ist es wohl die IN Sensation auf der Insel. Ich erinnere mich an meine ersten Besuche auf der Insel, da waren viele Hippies und wenig Touristen. Jetzt sind da viele Hippies und massig Touristen. Ist die Cala Benirrás generell wenig bis mäßig besucht, dann quetscht man sich am Sonntag neuerdings seit recht zeitig morgens wie Sardinen am Strand, um die geniale Sonnenuntergangs-Session zu erleben. Das ist dann gerade mit Kleinkind eher Stress denn Spaß.

echte Hippies sammeln sich zur Session
das ist Ibiza
sonntags am Benirrás – zu voll

An Nichtsonntagen ist es so, dass man vormittags diesen wunderbaren spirituell angehauchten Ort fast für sich hat!

Gerne möchte ich zwar wieder mal solch ein Event erleben, aber das werde ich dann doch meiden und die Sessions von damals in Erinnerung behalten. Vielleicht ohne Kind, dann kann man sich das Gequetsche noch gerade so antun.

Tipp 

Es gibt Bootstouren ab Sant Antoni zu den Sonnenuntergängen, so kann man die Magie vom Boot aus erleben.

Bekanntheit

Ich dachte ja, dass dieser Strand weit über Ibizas Küsten sehr bekannt ist. Auch, weil in den 1970ern Nina Hagen hier damals wohl ihren minderjährigen Mann heiratete. Daher stieg die Bekanntheit der Bucht. Doch komischerweise kennen sie auch teilweise langjährige Ibizabesucher nicht.

kristallklares Wasser
alte Bootshäuser
oft so vorzufinden

Hach ich freu mich so auf den nächsten Besuch bei dir!

Und habt ihr jetzt auch Lust auf Ibiza?

xoxo & liebste Grüße

Eure Sina

Der Unfallburger

Warum dieser Burger wohl so heißt? Ganz einfach: er ist zwar extrem lecker, sieht aber optisch schon arg verunfallt aus! Das ist etwas was ich nicht kann. Burger schön anrichten.

Die Idee zum amerikanischen Brötchen kam auch erst beim Einkauf. Es ist also sogar in zweierlei Hinsicht nicht wohl überlegt. Einmal ist es spontan entstanden und zum Zweiten spontan gestapelt.

Beim Einkauf fand ich „Pulled Pork“ und dazu noch reduziert. Da ich davon zwar schon überall gelesen und gehört hatte, es aber noch nie gegessen hatte, war das die Probierchance! Klar denke ich mir, geht Nichts über Pulled Pork von einem amerikanischen Diner oder selbstgemacht. Doch für den 1. Versuch fand ich es so ok.


Die Zutatenliste:

  • Vollkorn Burgerbrötchen
  • 400g Pulled Pork
  • 250g zarter grüner Spargel
  • 1 kleiner Romanasalat
  • Meersalz, Pfeffer
  • BBQ Sauce
  • 3 EL Olivenöl
  • 200g Schmand
  • 2 EL Apfelessig
  • Zucker
  • Sal de Ibiza Spicy Cajun (oder Chiliflocken)


Die Zubereitung:

Ihr heizt den Backofen vor und bereitet das Pulled Pork nach Packungsangabe zu. Bei mir hieß das, dass ich es ca. 20min im Bräter bei 180°C backen und mehrmals mit Marinade übergießen sollte.

Nun putzt ihr den zarten Spargel und schneidet die holzigen Enden ab. Die weitere Zubereitung vom Spargel ist so einfach und könnt ihr bei [Tapas] gebackener Spargel nachlesen.


Den Spargel gebt ihr mit in den Ofen neben das Fleisch und lasst ihn 10-15min backen.

Jetzt ist der Salat dran. Den Salat einfach putzen, waschen und in schmale Streifen schneiden.

Die Schmandsauce:

Die Schmandsauce bereitet ihr wie folgt: ihr verrührt den Schmand mit 1 EL Olivenöl und dem Essig und schmeckt diese mit Salz, Pfeffer, Zucker und Spicy Cajun (oder Chiliflocken) ab.
Die BBQ Sauce war bei mir eine fertig gekaufte.


Zum Anrichten müsst ihr nur noch die Burger Buns einseitig Toasten und das Fleisch mithilfe von 2 Gabeln zerrupfen.

Die Brötchen auf Ober- und Unterseite mit BBQ Sauce und Schmandsauce bestreichen. Pulled Pork auflegen, Spargel drauf, Salat drauf, Brötchendeckel drauf. Schon ist der leicht verunfallte Burger fertig!

Lasst ihn euch dennoch schmecken. Super köstlich war er allemal und das Fleisch wunderbar zart. 

Wie immer zum Gut’n und ¡Buen Provecho!

Ist nicht so schön geworden gell?

xoxo & liebste Grüße

Eure Sina

Spätzle trifft Tapas

Tapas liebe ich ja. Ich könnte immer so etwas essen. Daher verbinde ich meine Tapasliebe gern mit anderen Sachen, um ein richtiges Hauptgericht daraus zu machen. 

So entstand: Spätzle trifft Tapas / Schweinelende mit Chorizo, Spätzle und gebratener Minipaprika [Pinchitos de solomillo con chorizo]


Die Zutaten für 3 Personen

  • 500g Schweinefilet
  • 1 Knoblauchzehe
  • Oregano
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • 200g Chorizo 
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 EL Butter
  • 1 Päckle Spätzle aus der Kühlung
  • 6 rote Minipaprika 
  • Petersilie
  • 175ml Wasser

Und so treffen Spätzle auf Tapas / die Zubereitung 

Das Filet befreit ihr von der Silberhaut und schneidet es in mundgerechte Stücke.

Den Knoblauch schält ihr, entnehmt den Keimansatz und zerdrückt die beiden Hälften.

Die Filetstücke gebt ihr nun in einen Topf, bestenfalls in einen Schmortopf. Dazu gebt ihr jetzt noch das Lorbeerblatt, die gedrückte Knoblauchzehe, etwas Oregano und würzt mit Salz und Pfeffer. 

Ihr gießt das Wasser hinzu und lasst das Fleisch 10-15min zugedeckt köcheln. 

In einer Pfanne lasst ihr 1 EL Butter schmelzen. Die Minipaprika werden scharf angebraten, die Spätzle dazugegeben und goldbraun gebraten. Mit Pfeffer und Salz würzen.

Die Chorizo schneidet ihr in dünne Scheiben. 

Nach der etwa 15min Garzeit des Fleisches gebt ihr die Chorizoscheiben hinzu. Das Paprikapulver und der Butterschmalz wird nun noch untergehoben und alles offen solange weiter geköchelt bis das Fleisch zart und das Wasser verkocht ist.

Wenn ihr habt, dann steckt ihr abwechselnd Fleisch und Chorizo auf kürzere Schaschlikspieße und bestreut diese mit Petersilie.

Nun kann angerichtet und geschlemmt werden. Das Fleisch ist so wunderbar zart und einfach mega lecker.

Deutsche Hausmannskost zusammen mit Spanischer Küche. Eine gelungene Kombi.

Ich wünsche euch guten Appetit und ¡Buen Provecho!

xoxo & liebste Grüße 

Eure Sina

[aufgetischt] im Foodloop

Enthält Werbung durch Verlinkung

Ab uns zu geht die Familie aus der CasaSelvanegra auch mal auswärts Essen. Das passiert bei uns zwar nicht regelmäßig, doch ich möchte gerne über erwähnenswerte und vielleicht auch weniger schöne Erlebnisse hier berichten. 

Also, solltet ihr Ibiza oder den Schwarzwald mal besuchen, dann habt ihr eventuell schon mal ein paar Anlaufstellen, wo ihr euch lecker bekochen lassen könnt.

Beginnen werde ich mit dem Foodloop im Europa-Park in Rust.

Das Foodloop, das weltweit erste Loopingrestaurant


Bereits zum 2. Mal verschlug es uns in das Foodloop im Europapark. Wir hatten jedes Mal Glück, dass nicht zu lange Schlangen vor der Türe waren und die kurze Wartezeit nahmen wir gern in Kauf. Es ist einfach ein lustiges Erlebnis. Beim 1. Besuch im Restaurant war es eine neue Erfahrung für uns, wenn das Essen über Loopings auf den richtigen Sitzplatz katapultiert wird. Diesmal wollten wir dieses Erlebnis mit meinen Eltern teilen und ja klar der Minimann im Hause war wieder mal hell begeistert.

ausgeklügeltes Schienensystem

Am Eingang wird man von einem Mitarbeiter begrüßt underhält aufladbare Karten für jede Person und es wird einem ein Tisch zugewiesen.
Wir nahmen Platz an unserem Tisch und ja leider war der Tisch auch dieses Mal nicht wirklich sauber. Zwar sah man, dass abgewischt wurde, aber die Tische zeigen eben auch, dass das Restaurant mit seinen 215 Sitzplätzen ziemlich stark frequentiert wird.

Die Tische sind rund um die Loopingbahn angeordnet und jeder Sitzplatz hat eine eigene Nummer.


In der Mitte vom Tisch ist eine drehbare Platte mit Gläsern, Besteck, Servietten, Trinkhalmen und Flaschenöffner. Hier wird auch das benutzte Geschirr abgestellt.

Wie wird bestellt

Jeder Tisch hat seinen eigenen schwenkbaren Touchscreen, mit dem man ganz einfach sein Essen und die Getränke mit einem „Touch“ bestellen kann. Man wählt aus und gibt seine Platznummer ein. Die Plastikkarte wird aufgelegt und somit ist das Essen gebucht und weiß wohin es muss.

Wie ihr seht hat der Tisch 14 Sitzplätze.

Hier buchen wir gerade eine Speise für den Sitzplatz Nr 7.


Ich habe hier 2 Kartenauszüge für Desserts und Softdrinks festgehalten. Es sind alles moderate Preise und die Auswahl ist recht reichlich, aber nicht zu viel. Außerdem werden auch saisonale Gerichte angeboten. Bei uns gab es verschiedene Spargelgerichte mit badischem Spargel.

Sobald man gewählt hat legt man seine Karte auf den Leser und das Essen ist gebucht und wird bald geliefert.

Das Essen

Es ist erstmal spannend wie das System funktioniert. Die Wartezeit auf das Essen wird durch das Beobachten der an und über einem vorbeisausenden Speisen und Getränke wirklich verkürzt und man wettet echt jedes Mal: jetzt kommt meins!

Zuerst kamen bei uns die Getränke an. Diese sind in einem Plastikhalter mit Gummi auf der Bahn befestigt.

Danach kam das Essen.


Hier ist gerade mein Topf im Anflug. Ja genau Topf. Das Essen wird im Topf geliefert und wird auch daraus verspeist. Das ist nicht für jedermann ansprechend.


So sah mein Essen aus. Alles genau etikettiert mit dem Namen des Gerichtes, dem Tisch, der Platznummer und der Platzfarbe.


Geöffnet sah mein Essen nicht wirklich ansprechend aus. Diesmal kam es doch recht zerdatscht an. Aber es schmeckte ganz gut für seine 3,50 Euro.

ein anderes Gericht von unserem Tisch

Die Gerichte haben wie erwähnt moderate Preise, doch die Portionsgröße ist jetzt auch nicht so wahnsinnig reichlich. Für meinen kleinen Hunger war es ok, doch mein Mann wurde nicht satt.

Wenn man denkt, dass hier wenig Personal arbeitet wird überrascht sein, dass es nur so von Kellnern wuselt. Ständig ist jemand in der Nähe. Entweder um kurze Hilfestellung beim Bestellen zu geben oder um abzuräumen.

Ist man nun der Meinung mit dem Essen fertig zu sein, verlässt man einfach seinen Platz und geht zur Kasse am Ausgang.

Mein Fazit

Grandiose Erlebnisgastronomie wird geboten. Wer Abstriche in Sauberkeit machen kann (ich bin da pingelig, wenn Krümel vom Vorgänger auf dem Tisch liegen oder man die Fingerdatschen an den Drehplatten etc sieht, sorry) und kulinarisch nicht etwas Herausragendes erwartet, ist hier gut aufgehoben. Es ist auf jeden Fall ein spaßiger Aufenthalt.

Wissenswertes

Dieses Restaurant ist das 1. weltweit seiner Art. Mittlerweile gibt es dieses System auch in Hamburg und in anderen Städten soweit ich weiß.

Es wurde im Jahr 2012 in Los Angeles mit dem THEA Award in der Kategorie Gastronomie ausgezeichnet.

Das Restaurant hat 215 Sitzplätze auf 2 Etagen mit einem schönen Blick über den Park. Täglich während der Parksaison ist es ab 10.30 Uhr geöffnet.

Foodloop Europa-Park, Europa-Park-Str. 1 / im Europapark, 77977 Rust, Baden-Württemberg 

Wart ihr vielleicht schon mal dort oder in einem anderen Foodloop? Wie waren eure Erlebnisse? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Auch hier gibt es wieder ein ¡Buen Provecho! von mir.

xoxo & liebste Grüße

Eure Sina


Mut zur Retroküche


…oder Mut zur Schlichtheit oder einfach Mut zu „Eiern in Senfsauce“. 

Dieses Gericht erinnert mich immer an die 1980er, an meine Kindheit. Wie bei vielen von euch auch, denke ich gab es das recht oft. Es ist einfach, günstig und schnell gemacht. Hier in unserer Casa kommt dieses deutsche Retroessen öfter mal auf den Tisch. 


Was ihr benötigt für 4 Personen:

(ich bin da jetzt mal ehrlich. Die Mengenangaben sind grob geschätzt, da ich das immer Pi mal Daumen herrichte. Mal koche ich zu viel, mal zu wenig.)

  • 800g Kartoffeln
  • 8 hartgekochte Eier
  • 6 EL Senf
  • 2 EL Butter
  • Mehl für die Mehlschwitze 
  • etwas Schnittlauch, etwas Petersilie
  • Gemüsebrühe
  • Milch
  • Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser ca. 20min kochen lassen. 


Die 8 Eier werden auch hartgekocht. Dauert ungefähr 8min.

Nebenbei richtet ihr die Sauce. Hierzu müsst ihr die Konsistenz der Menge der Mehlschwitze anpassen. Ich habe dazu leider gar keine Mengenangaben parat, da ich es immer einfach zusammenrühre! (Tut mir so leid)

Also: etwa 2 EL Butter in einem mittelgroßen Topf zum Schmelzen bringen. Nun etwas Mehl zugeben und die Mehlschwitze mit einem Schneebesen anrühren. 


Nun müsst ihr nur Milch und Gemüsebrühe schluckweise hinzugeben und immerwährend rühren, solange bis eine schöne sämige Sauce entsteht. Den Senf gebt ihr auch hinzu, genauso wie den Schnittlauch. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.


Wenn euch die Sauce von der Konsistenz und Würze her gefällt, könnt ihr die geviertelten Eier hinein geben.

Jetzt ist es eigentlich schon fertig. Da ich noch ein paar Würstchen im Kühlschrank hatte, habe ich diese eben noch gebrutzelt und mit angerichtet.

Wer kennt das auch aus seiner Kindheit? Wie wurde es bei euch zubereitet? Esst ihr es heute auch noch?

Ich wünsche euch einen Guten Appetit und !buen Proveche!

xoxo & liebste Grüße 

Eure Sina
 

[Mein Ibiza] Die Insel der Piraten

Ibiza hat eine lange Geschichte und diese ist viel von Piraten geprägt. Das fing im 15. Jahrhundert an und endete erst nach dem spanischen Bürgerkrieg.

Pirateninsel Ibiza

Ibiza und auch die Schwesterinsel Formentera wurden im 15. und 16. Jahrhundert stark von Angriffen von Piraten gebeutelt. Die Insel wurde verwüstet und ausgeraubt, Dörfer angebrannt und die Einwohner wurden versklavt. 

Irgendwann beschloss der damalige König Philipp II. endlich, dass Ibiza für immer uneinnehmbar werden sollte. So wurde die mächtige Festung von Eivissa gebaut.

Festung von Eivissa mit Blick zum Hafen
Wehrmauer
dicke Festungsmauern

Kurz nach diesem Bau wurde entlang der Küstenlinie ein Wehrsystem geschaffen. Es wurden überall Verteidigungstürme rund um die Inseln Ibiza und Formentera errichtet, um die Piraten rechtzeitig zu sichten.

[Bitte fragt mich nicht, ich sehe diese Türme immer wenn ich auf der Insel bin, aber ein Foto suche ich komischer Weise davon vergebens. Ich dachte wohl immer, klar kennst du, Foto hast du, brauchst nicht wieder knipsen. Aber nein. Ich habe kein einziges Foto eines Wehrturms. Hier oben auf dem Foto könnt ihr links einen erahnen. Zumindest gibt es ein Stückle davon!]

Die Türme waren dazu da, dass die Piraten schnell erspäht werden konnten. Sobald man ein Schiff sichtete wurden Signale abgegeben. Tagsüber als Rauchzeichen, nachts als Feuer. Die Türme standen immer in Sichtweite voneinander entfernt und sobald man Zeichen sah, wurde im nächsten Turm ein Neues entfacht. So verbreitete sich die Warnung schnell über die Inseln.

Die Bewohner konnten nun so schnell Schutz suchen. Dies geschah in Wäldern und in den Kirchen. Die Kirchen dienten auch als Piratenschutz und wurden dementsprechend auch so errichtet. Sie waren teilweise mit Kanonen ausgestattet und hatten meterdicke Schutzmauern und meist nur winzige Fenster recht weit oben. 

Teilweise entstanden ganze Wehrdörfer.

Aus diesem Grund hat die Kirchenarchitektur auf den Inseln diesen besonderen trutzigen Charm. 

Wehrkirche von Es Cubells
Seitenansicht: massive Mauern und Schießscharten

Es Cubells

Der Kirchhügel Puig de Missa

Meist wurden die Kirchen gleich auf Hügeln errichtet. So wie in Santa Eularia. Der Puig de Missa (Hügel der Messe) ist der Ursprung der Stadt und ist eine Verschmelzung von Wehrkirche und urigen Bauernhöfen. 

[Kleiner Tipp: das Ethnologische Museum ist dort untergebracht. Das Ibiza der Vergangenheit kann man in einer restaurierten Finca entdecken!]

Blick vom Puig de Missa auf Santa Eularia
Wehrkiche mit Bauernhof

Die Architektur der Kirchen in Bildern


Kirche von Santa Gertrudis de Fruteria
Rückansicht Kirche Santa Gertrudis
Kirche von San Josep de Sa Talaia
Kirche von Santa Agnes
Rückansicht
Wehrkirche San Miguel de Balansat

Die Cova Can Marçà

Ganz im Norden der Insel in der Nähe von Port de San Miguel gibt es noch etwas Besonderes: Eine Piratenhöhle!

Die rund 100.000 Jahre alte Tropfsteinhöhle verbirgt sich in der Steilküste und ist ein unterirdisches Reich an Stalagmiten und Stalagtiten, mit ‚künstlichen‘ Wasserfällen (ich bin ehrlich – Reiseführer sagen es sind rauschende Wasserfälle, doch die Höhle ist eben mittlerweile ausgetrocknet) und Galerien. 

Diese Höhle mit ihren engen verzweigten Gängen war bis ins 20. Jahrhundert Versteck von Piraten und von Schmuggelware.

im Inneren der Höhle

Stalagmiten und Stalagtiten

Ausblick auf Port de San Miguel

Die Höhle könnt ihr ganzjährig besuchen. 

Piraten sind auch heute allgegenwärtig auf Ibiza

Das war wieder mal ein Stück von meinem Lieblingsinselchen. Ich hoffe, euch haben die Einblicke gefallen und freue mich auf reichliche Kommentare!

xoxo & liebste Grüße

Eure Sina

Der poppig quarkige Schwarzwälder


Bei diesem Kuchen handelt es sich um meinen liebsten, allerliebsten Quarkkuchen aus einem Familienrezept. Dieses habe ich mit Kirsch und Popcorn einfach etwas aufgepoppt!

Durch die Kirschcreme gibt es einen Hauch Kirschgeschmack und er wird noch saftiger wie er so schon ist. Einfach nur yum!


Der poppige Schwarzwälder 

Das sind eure Zutaten:

  • 1kg Magerquark
  • 250g Sanella oder andere Backmargarine oder Butter
  • 250g Zucker
  • 4 Eier
  • 2 Päckchen Vanillepudding
  • 2 Vanillezucker 
  • 1 Glas Sauerkirschen
  • selbstgemachtes Popcorn (ohne Zucker oder Salz)
  • etwas Fett für die Form


Jetzt wird es quarkig  – los geht’s:

Zuerst lasst ihr die Kirschen abtropfen und fängt den Kirschsaft auf. Dann kontrolliert ihr die Kirschen, dass auch ja keine Kerne mehr drin sind. Das kann immer mal vorkommen. Nun kommen die Kirschen in einen Mixer, Blender oder Smoothie-Maker und werden feinst püriert. Falls nötig gebt noch etwas vom aufgefangenen Kirschsaft hinzu. Es sollte schön cremig sein. Einen Beutel Vanillezucker einrühren. Beiseite stellen.


Als Nächstes spannt ihr Backpapier in eine Springform (26-28cm sind ideal) und fettet den Rand der Form gut ein. Das eingespannte Backpapier schneidet ihr nun mit einem Messer diagonal ein. Ich Dussel hab das diesmal vergessen *roll-eyes*. Den Backofen auf 200°C vorheizen.


Die Eier trennen, Eiweiß beiseite stellen. Die Eigelb, weiche Butter und den Zucker rührt ihr in einer großen Schüssel schaumig. Danach gebt ihr den Quark hinzu und verrührt die Masse. Beim Rühren (ich nehme meine elektrische Küchenhilfe) gebt ihr jetzt das Puddingpulver und den Vanillezucker zu.


Aus den beiseite gestellten Eiweiß schlagt ihr jetzt noch Eischnee, welchen ihr vorsichtig unter die Quarkmasse hebt.

Die fertige Masse gebt ihr in die Springform.

Nun nehmt ihr die Kirschcreme und durchzieht mit einem Löffel mit kreisenden Bewegungen die Quarkmasse. So kommt das Kirscharoma in den Kuchen.


Der Kuchen kommt jetzt für etwa 1 Stunde in den Ofen.

Während der Backzeit stellt ihr das Popcorn nach Packungsangabe her.

Nach etwa 40-45min kommt das frische Popcorn  auf den Kuchen und ihr legt etwas Alufolie über den Kuchen, damit er nicht zu braun wird. Hier könnt ihr wie ihr es lieber mögt entscheiden, ob er heller oder doch etwas dunkler werden darf. Ab 50min Backzeit rate ich, dass ihr mit einem Holzstäbchen nachschaut, ob der Kuchen noch Backzeit benötigt. Klebt kaum noch Quark am Stab ist er fertig. 

Kuchen abkühlen lassen und vom Korsett befreien.

Schmecken lassen. Und der schmeckt wirklich himmlisch sag ich euch!

Wie findet ihr den Kuchen? Habt ihr ihn am Wochenende nachgebacken? 

Was ist eurer liebstes Quarkkuchen-Rezept? 

Wie immer ein ¡Buen Provecho!

xoxo und liebste Grüße 

Eure Sina 

[Fixküche] kunterbuntes Dosenfutter

Enthält Werbung durch Verlinkung

Habt ihr nicht auch so Tage, an denen ihr einfach keine Lust habt überhaupt irgendwas zu kochen? Manchmal geht es mir genau so.

Es war wieder so ein Tag. Ein regnerischer, kühler, trüber Maitag mit Temperaturen rund um gerade mal die 10°C Marke. Am liebsten wäre ich gar nicht aus dem Bett gekrochen, aber die Familie und die Arbeit ruft. Und dann auch noch was halbwegs Gesundes auf den Tisch zaubern? Irgendwie war mir gar nicht danach.

Da kam mir gerade recht, dass ich beim Blättern durch mein auf der CakeWorld Messe erstandenes Kochbuch, auf dieses Rezept von Sally gestoßen bin. Alles hatte ich daheim.

Kunterbuntes Dosenfutter

Ihr benötigt für 4-6 Personen:

  • 3 Dosen Thunfisch im eigenen Saft
  • 1 Dose Kidneybohnen (400g)
  • 1 Dose Mais (400g) oder 3 kleine Dosen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • etwas Petersilie
  • 3 EL Zitronensaft
  • 3 EL Essig
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Ciabatta


Die easy-peasy Zubereitung

Ihr öffnet alle Dosen. Lasst den Saft vom Thunfisch abtropfen und gebt den Thunfisch in eine größere Salatschüssel.

Gießt die Bohnen und den Mais in ein Sieb und wascht das Gemüse unter fließendem Wasser ab.

Die Frühlingszwiebeln putzt ihr nun und schneidet diese in Ringe.

Die Petersilie fein hacken.

Gebt alle Zutaten zum Thunfisch…


…und verrührt alles zu einem Salat. Jetzt wird nur noch mit Zitronensaft, Essig, Öl, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Und schon ist er fertig und schmeckt so vorzüglich mit frischem Brot!


Wie fandet ihr das? Freue mich auf eure Kommentare!

Lasst es euch schmecken. Hier ist der Salat super angekommen.

¡Buen Provecho!

xoxo & liebste Grüße

Eure Sina

Eine Pide bitte!

Heute folgt nun verspätet Teil 2 der 3teiligen Hackfleischserie. Irgendwie kam ich über Pfingsten nicht weg vom Rinderhack und nicht ran an den Laptop *hihi*

Obwohl Pfingsten war wurde bei uns nicht arg groß aufgetafelt. Was aber egal ist, solange es schmeckt, oder?


Was ihr braucht:

Für 4 Pide für den Teig:

  • 500g Mehl
  • 20g frische Hefe
  • knapp 2EL Öl
  • ein reichlicher TL Salz
  • 2 EL Milch
  • 300ml lauwarmes Wasser

Eventuell benötigt ihr etwas mehr Mehl, das merkt ihr wenn der Teig noch klebrig ist beim kneten.

Für die Sauce:

  • Ich nehme meine Pizzasauce, die habe ich eigentlich immer auf Vorrat daheim. Ihr findet das Rezept bei meiner „BUNTIZZA“ 

Für die Füllung:

  • 400g Rinderhack
  • 1 Zwiebel
  • Pfeffer, Salz, Paprikagewürz 
  • 1 Päckchen Feta
  • 1 Ei
  • Pfeffer, Salz
  • Petersilie
  • 1 Frühlingszwiebel
  • etwas Öl 

Und sonst:

  • 1 Ei zum Bestreichen


Jetzt zur Zubereitung

Für den Teig verknetet ihr alle Zutaten, dabei bröselt ihr die Hefe zu den anderen Zutaten. Den Teig lasst ihr etwa 30min zugedeckt an einem warmen Ort ruhen. Sollte der Teig beim Verkneten noch zu klebrig sein, gebt noch etwas Mehl hinzu.

Nach der Ruhezeit vom Teig meliert ihr eure Arbeitsfläche und macht aus dem Teig 4 gleichgroße Kugeln.


Während der Teig noch ruht, würfelt ihr eine Zwiebel und dünstet diese in heißem Öl in einer Pfanne glasig. Das Hackfleisch zugeben und alles zusammen anbraten. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.


Die Sauce nach Rezept zubereiten.

Den Feta in einer kleinen Schüssel zerbröseln, das Ei und nach Geschmack Petersilie zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles gut verrühren zu einer etwa cremeartigen Masse.

Die Frühlingszwiebel putzen und in Ringe schneiden.

Den Ofen solltet ihr jetzt auf 220°C vorheizen.

Nun rollt ihr die kleinen Teigkugeln oval mit dem Nudelholz aus. Diese 4 Teiglinge bestreicht ihr mit der Sauce, danach mit der Fetamischung und zum Schluss belegt ihr sie mit dem Hack.


An der langen Seite der Teiglinge wird der Teig nun nach oben gefaltet und an den schmalen Seiten zwirbelt ihr den Teig zusammen.

Nun noch mit der Frühlingszwiebel bestreuen.


2 Backbleche belegt ihr mit Backpapier und legt je 2 Pide darauf. 1 Ei verquirlen und den Pideteig damit bestreichen.

Die Pide etwa 15min ausbacken. Ich tausche dabei die Bleche in den Schienen immer mal hin- und her. So werden alle 4 Pide ungefähr gleichzeitig in einem Ofen fertig.


Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Nachmachen!

Zum Gut’n und ¡Buen Provecho!

xo & liebste Grüße

Eure Sina