Wie versprochen gibt es im Teil 2 der Miniserie nur den eigentlichen Bericht über Mailand. Im vorherigen Post hatte ich euch ja schon von unserem Hotel berichtet. Nun heißt es erstmal alles im Köpfchen zu sortieren, denn es waren schon reichlich Eindrücke aus der zweitgrößten Stadt Italiens. 

Mailand hat über 1,3 Mio Einwohner und ist die Hauptstadt der Lombardei. In der Metropolregion leben über 7 Mio Menschen. Nun könnt ihr euch vorstellen, dass es dort viel zu sehen gibt und auch eine Menge Trubel in der Stadt herrscht.
Ich muss aber ehrlich sein, dass ich echt überrascht war, denn ich fand es ruhiger wie in Florenz. Der Verkehr war gesitteter und auch sonst fühlte es sich weniger hektisch an. Vielleicht lag es daran, dass wir öffentliche Verkehrmittel in der Stadt benutzten und nicht wie damals in Florenz direkt mit dem Auto in die Stadt sind. 

Da wir nur 24h in der Stadt hatten und wirklich kaum eine Ahnung von dem hatten, was Mailand zu bieten hat, entschlossen wir uns für den 1. Überblick eine „Hop on Hop off“ Tour zu buchen. Ja richtig Touri! Wir buchten für 48h, damit wir auch am Tag Sonntag noch ein wenig mehr herumkommen konnten. Es gab 3 Linien und wir haben noch nicht mal alle 3 geschafft. Schade, aber 24h in einer Großstadt sind eben zu wenig.

Ich zeige euch jetzt ganz ungeordnet ein paar Eindrücke aus der Stadt.


Es ging zuerst in das Stadtviertel „Magenta“, welches wunderschöne Gebäude aus der Jugendstil-Zeit aufweist. Es ist auch fast so erhalten wie zur damaligen Zeit, denn es wurde fast komplett vom 2.WK verschont. Wie ihr euch denken könnt, zählt es nun zu den beliebtesten und teuersten Stadtteilen von Mailand.


Durch ganz Mailand kurven viele uralte Staßenbahnen. Überall hat man das Quietschen der Wagen im Ohr, wenn sie durch ihre Schienen rattern. 

Hier in den Bildern oberhalb sind einige Eindrücke aus dem „Corso Buenos Aires“. Das soll eine der längsten Einkaufsstraßen von Europa sein. Vergesst in Mailand nur nicht die Kreditkarte, denn die Shoppingverlockung ist gigantisch. Alle, ja wirklich alle Designer und bekannten Marken haben mindestens eine Filiale in der Stadt. 


Ein wunderschönes Viertel so finde ich ist „Navigli“. Es ist recht gemütlich und mit den Kanälen, die es durchzieht wirkt es etwas wie vielleicht klein Venedig. Dort gibt es wunderschöne Cafés und Galerien. Es ist das Viertel in dem sich das Mailänder Nachtleben abspielt. 

Am letzten Sonntag im Monat ist zudem ein riesiger Antikflohmarkt entlang der Kanäle. Für Liebhaber und Sammler ist das etwas ganz Besonderes. Wie ihr seht, ja wir waren genau an solch einem Sonntag dort!

Was mir überall in Mailand auffiel war, dass jedes Baugerüst in Werbung gehüllt war. Und immer von ein und derselben Werbung. Selbst am Dom empfingen einen riesige Handyplakate und Bildschirme. Das war irgendwie erdrückend, zu viel von allem.


Richtig riesig ist das sich in der Stadtmitte befindliche „Castillo„. Leider konnte ich aus Zeitgründen nur ein paar Schnappschüsse von dem großen Bauwerk erhaschen.


Gegessen musste auch mal werden. Wir nahmen unter anderem einen Snack im „Spontini“. Dort bekommt man riesige Pizzaecken für wenig Geld und geschmeckt haben sie allemal.

Am Abend wurde im Restaurant gegessen und ich kostete ein richtiges Risotto Milanese. Es hat geschmeckt, aber der Teller war kein Foto wert. Schön sah es nicht aus.


Natürlich kommt man an dem Meisterwerk, dem Dom nicht vorbei. Er ist zentral im Ort und von vielen Seiten gleich sichtbar.



Wahnsinnig toll dieses Bauwerk. Auch hier fehlte die Zeit, sich in die langen Schlangen einzureihen, um das Innere zu sehen. Oder auch die Aussicht von oben zu genießen. Man kann nämlich auch oben vom Dach des Doms Mailand genießen. 

Gleich neben dem Dom ist die bekannte Galerie Vittorio Emanuele. Alles was Rang und Namen hat ist hier mit Stores vertreten. Für Menschen ist es hier das Sehen und Gesehen werden oberste Priorität. Wer es sich leisten kann, der geht eben hier shoppen. Aber ich finde bei dem architektonischen Anblick wird Mode wirklich nebensächlich. Ich habe nur gestaunt beim Betrachten der bauwerklichen Kunst.



Was ich vorher ja überhaupt nicht wusste: in Mailand befindet sich der Kirche Santa Maria Delle Grazie das berühmte Gemälde „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo Da Vinci. Es wurde aufwendig restauriert und man kann auf Voranmeldung in kleinen Gruppen das Gemälde auch betrachten. Auch hier wieder – keine Zeit!

im Inneren befindet sich DaVincis Meisterwerk

Auf der Bustour habe ich auch Blicke auf das neue Mailand erhaschen können. Nur was mir im Nachhinein bewusst wurde ist, dass ich die Mailänder Scala, das weltbekannte Opernhaus, gar nicht gesehen habe oder es ist einfach an mir vorbeigegangen… Irgendwie fehlen mir hier die Eindrücke.

Mein Fazit: auf jeden Fall ist es eine Reise wert. Man muss eben nur mehr Zeit mitbringen. Und wer shoppen will viel Geld. Diese Modestadt hat echt alles, was gerade en Vogue ist oder in Mode kommt. Der Mann trägt hier Vollbart und Dutt. Die typische Mailänder Modedame konnte ich nicht ausmachen. 

Es ist ganz anders als toskanische Städte. Architektur und Flair sind komplett verschieden. Das Eis schmeckt prima. Durch die massive Präsenz der Polizei und Armee mit teilweise angewinkelten Maschinengewehren fühlte ich mich sicher verunsichert. Es ist ein schönes Städtchen. Ich komme wieder.

Es grüßt euch

Eure Sina

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45 Kommentare zu „[auf Abwegen] 24h in Mailand 2/2

  1. Dem Beitrag nach hat es dir ja echt gefallen ! Wie schon mal erwähnt war ich noch nie in Mailand. Hatte mal die Idee wie bei meinem Tagestripp nach Dresden von Stuttgart aus mit dem Flugzeug an einem Tag “ hin u. zurück“ . Nach Dresden ist mir das gelungen an einem Samstag. Muss mich echt nochmals schlau machen ob das mit Mailand auch funktioniert.
    Um dies realisieren zu können benötigt du halt morgens früh einen Hinflug und abends zurück einen Flug so spät wie möglich und das ist oft das Problem.

    Die Fotos: Am besten gefällt mir das Bild mit dieser Gallerie Vittorio Emanuele ! Sieht man glaub in jedem Beitrag über die Stadt Mailand. . Auf jeden Fall ein schöner Beitrag und für denjenigen der Mailand besuchen möchte ein kleiner Ratgeber !

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    1. Ich danke dir. Nun klar sieht man zuerst alle gängigen Sehenswürdigkeiten in nur einem Tag. Fliegen wäre für uns zu umständlich gewesen, denn Flughäfen (Stuttgart, Basel) sind je 1 1/2h weg. Bei 4h mit dem Auto lohnt das nicht. Außerdem wie du schon erwähnt hast ist man so flexibler was die An- und Abreise angeht. Und günstig war es auch noch. Eine Tankfüllung und 15Euro parken. LG

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      1. klar ich gehe von mir aus ! Wohnort-Flughafen 20 Minuten ! Nach Dresden habe ich bezahlt hin-und Rückflug um die 49.-Euro. Allerdings glaub 3 Monate vorher gebucht. Abflug Stuttgart um 7.00 Uhr und Rückflug Dresden 20.00 Uhr. Wenn man dann eine Flugzeit von ca. 40 Minuten hat weißt du wie lange ich in Dresden war. Es klappte sehr gut ! Allerdings die Sehenswürdigkeiten nur von „außen“ gesehen. Museum und solche Dinge reicht die Zeit sicherlich nicht aber dass ist auch nicht so mein „Ding“.

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      1. gut, die Armee ist ein Argument,andere Argumente hätte ich nicht gelten lassen, denn wir waren nur auf der Durchreise, waren noch bei einer Mailänder Familie eingeladen UND mussten noch Richtung Neapel 🙂

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  2. Hach ich liebe Mailand, als halberte Italienerin auch kein Wunder. Und eben musste ich lachen, als ich das letzte mal da war, mit einer meiner Töchter und mit meiner Mama haben wir was gebucht? Hop on Hop off..ich mag das sehr gern, sind wir in größeren Städten schauen wir dass wir zumindest einen Tag damit machen. Danach kann man sich immer noch in der Stadt umschauen.
    Es ist viel zu lange her,..ich möchte da auch wieder hin.
    lg. Sina

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      1. Größere Stadt wäre Wien, wo ich sehr selten anzutreffen bin, alle anderen größeren Städte sind ab 20 Minuten zu erreichen, Wien ist aber die größte, die anderen Landeshauptstädte sind weiter weg von hier. Zürich war ich noch nie,..sollte ich auch ändern ggg

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      2. Ja Zürich ist toll. Aber du musst eben Geld mitnehmen. Parken am Tag so 70euro. Pizza kostet schon im Dorf 5km von hier 20Euro (keine Ahnung was die dann in ZH selber kostet 😱) es ist fast nicht mehr erschwinglich mal eben da hinzufahren…

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      3. ja das ist einer der Gründe warum wir noch nich in die Schweiz gereist sind ggg…mich hat ja schon der Schlag getroffen bei den Preisen in Sizilien (Hotel bei Rundreise meine ich jetzt) im GEgensatz wenn man zb in Montenegro oder Bosnien unterwegs ist..aber was solls! 70 euro ist schon heftig!

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      4. Es ist abartig teuer. Jetzt wo der CHF quasi 1:1 mit dem Euro steht ist es einfach unerschwinglich. Deshalb kaufen die Schweizer auch alle bei uns ein. Das Leiden im Deutsch/Schweizer Grenzgebiet 😁. Der Rheinfall ist 20min weg

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      5. na da haben die Schweizer Glück, das hab ich schon gehört dass die hier einkaufen, auch wir Österreicher sofern grenznah zu D. LM sind bei uns bis um 50% teurer wohlbemerkt das idente Produkt vom selben Hersteller.

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  3. Die Bilder sind phänomenal. Jetzt zieht es mich nach Mailand. Ich hatte noch nicht das Glück die Stadt kennenzulernen hoffe aber auf ein baldiges Treffen mit ihr 🙂

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