Was gehört unbedingt zu einem guten Essen auf Ibiza? Genau. Brot, Aiolli und Oliven. Das ist etwas so typisch Spanisches und ich freue mich jedes Mal aufs Neue, mir dieses Probierhäppchen zu bestellen, wenn wir auf Ibiza ins Restaurant gehen. Manchmal bestelle ich sogar nur das! 

Es ist ein so einfaches schlichtes Gericht, aber so verdammt lecker. 

Das Bauernbrot (Pan Payes)

Zuerst mal zum Bauernbrot. Original wird hier Weizenmehl verwendet, anderes Mehl geht aber auch. Ich habe heute Vollkornmehl genommen, ganz eben darum, weil ich kein kg einfaches Mehl mehr daheim habe.

Die Zutaten:

  • 1kg Mehl
  • Ca. 400ml lauwarmes Wasser (anfangs zumindest kann auch mehr werden)
  • 20g frische Hefe
  • 1 kräftige Prise Salz

Die Zubereitung:

Das Mehl und das Salz in eine Schüssel geben und mittig eine Mulde machen. Darin die Hefe bröseln und etwas lauwarmes Wasser aufgießen sodass die Hefe bedeckt ist. Etwa 10min stehen lassen. 

Nun einen geschmeidigen Teig kneten. Das Wasser nach und nach zugeben, soviel dass der Teig nicht bröckelt und aber auch nicht klebt. Bei mir waren es am Ende knapp 600ml so als Anhaltspunkt für euch. Den Teig kräftig kneten und zu einem ovalen Laib formen.

  
Mit einem feuchten Tuch zudecken und 1h ruhen lassen.

Den Ofen auf 225°C vorheizen. Den Brotlaib auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und kreuzweise mit dem Messer oben einritzen.

  
Das Brot nochmal 10min ruhen lassen.

Im Ofen ca. 30min backen lassen. Mit der Stäbchenprobe testen, ob der Teig noch kleben bleibt. Mein Brot war 37min im Ofen 😉

  
Das Brot auskühlen lassen. Erst dann bitte aufschneiden.

  
Und nun zur Knoblauchcreme.

Die Aiolli

Hier habe ich recht lange experimentiert. Überall las ich Olivenöl und 4-6 Knoblauchzehen. Ich habe verschiedene Olivenöle getestet und jedes Mal war es schmierig und bitter. Ich versuchte weniger Knoblauch. Nichts half. Dann verriet mir eine Arbeitskollegin, dass ihre spanische Schwiegermutter Sonnenblumenöl nimmt. Bingo! Jetzt schmeckt es wie es schmecken soll!

Die Zutaten:

  • 1/4l Sonnenblumenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Ei
  • etwas Meersalz
  • etwas Zitronensaft

  
Die Zubereitung:

Die Knoblauchzehen schälen und den grünen Keimansatz innen entfernen. Grob hacken und in ein hohes schmales Gefäß geben.

Die 250ml Öl zugießen, das 1 hinzugeben. Etwas Salz dazu und ein paar Spritzer Zitrone.

  
Nun den Pürierstab in das Gefäß stecken, anschalten und nicht bewegen. Nur den Stab halten und waren, dass sich weiße Creme entwickelt. Das geht innerhalb von wenigen Minuten.

Wenn alles zur Creme geworden ist, kann man den Pürierstab wie gewohnt bewegen. Nochmal nach Geschmack nachwürzen und fertig ist sie:

  
  
Nun könnt ihr anrichten und genießen. Ein paar grüne Oliven dazu und fertig ist die Vorspeise.

   
                 

Wie immer wünsche ich

¡Buen Proveche!

Es grüßt herzlichst 

Eure Sina

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48 Kommentare zu „Pan Payes e Aiolli

  1. Ich könnte deinen Post genauso unterschreiben, allerdings mit der Insel Mallorca! Ich liebe Mallorca, das Essen, die ganze Insel. Unser Mittagssnack ist dort oft leckeres Brot, Aioli und Oliven. Am liebsten die mit Sardellen drin. Mmmmhhhh! Nur noch 3,5 Wochen, dann sind wir wieder auf der Insel!
    Viele Grüße,
    Martina

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  2. Dies Rezept und die leckeren Bilder haben mich jetzt hungrig gemacht. Sehr ansprechend, dein Blog, Kompliment. Auf Ibiza sind wir noch nicht gewesen, aber auf Mallorca, das wir ausführlich erkundet haben. Wir fanden die Leute dort netter als auf den kanarischen Inseln. Auch scheinen die ausländischen Geschäfte usw. dort mehr in die lokale Gesellschaft integriert zu sein.

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    1. Liebsten Dank 😍. Ich war leider erst 1x auf den Kanaren (Lanzarote) und das ist schon knapp 20 Jahre her. Ibiza hat meines Erachtens noch mal ein ganz anderes Flair wie Mallorca. Aber da möchte ich nicht urteilen, denn Mallorca-Erfahrung habe ich nicht so wirklich. War 2x da, aber eben nur in Hotels. Man müsste mal wieder hin würd ich sagen 😁 LG Sina

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      1. Ich hab mal in Barcelona gewohnt, und im Herzen bin ich Katalanin geblieben … auf den Inseln habe ich auch viel Zeit verbracht, aber am Festland sagt man „és molt més bonic l’Empordà“ 😉

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      2. Es gibt einen ziemlich genialen (und kostenlosen!) Onlinekurs für Katalanisch, parla.cat. Das Programm wird vom Institut Ramon Llull (das ist das katalanische Äquivalent zu Instituto Cervantes, Goethe-Institut etc.) betrieben und im Gegensatz zu vielen anderen Sprachlernapps taugt der wirklich was. Kannst ja mal reinschauen wenn Du magst 🙂

        Ànims i sort (Motivation und Erfolg), und LG

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      3. gar nicht so weit daneben: si us plau, ausgesprochen „sisplau“. Ist eine wunderbare Sprache 🙂 – und selbst wenn man nur ein paar Brocken spricht bringt es einem sehr viel in den paisos catalans … ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich Freigetränke, Verbilligungen, eine spontane Essenseinladung oder Mitfahrgelegenheit, supernettes Extra-Service mit „Upgrades“, etc. bekommen habe nur weil ich als „guiri“ katalanisch spreche. 😉

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  3. So, ich glaub vorher hat was nicht funktioniert. Ich liebe Aioli! Habs in Mallorca mit Brot gekriegt, ich hätt nur das essen können. Hab dein Rezept gepinnt, das muss ich unbedingt ausprobieren! Lg Claudia

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  4. hi, vielen Dank für das wirklich G***e Rezept.
    Die Gäste sind wirklich verrückt danach.
    Ich habe nur das Problem, daß die Creme dann und wann (ca. 50% der Fälle) nicht emuligert. Man hat dann eine weiße Sosse. Hast Du einen Tipp, was ich falsch mache? ich habe das Gefühl, daß es nicht funktioniert, wenn die Zutaten aus dem Kühlschrank kommen, d.h. zu kalt sind.
    Ich gebe wie beschrieben die Zutaten zusammen in den Mixbecher, Pürierstab mit Vollgas rein und nicht bewegen. Wenn es klappt, dann ändert sich der Ton sofort und die Aioli quillt unten dick raus. Wenn es nicht klappt, dann hilft es auch nicht, den Pürierstab 5 min drinnen zu lassen.

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    1. Hmmm das ist mir jetzt noch nie passiert und ich nehme auch nie ‚warme‘ Sachen. Also das Ei kommt bei mir aus dem Kühlschrank. Komisch, denn eigentlich ist das die easy Variante die bei mir immer klappt. Mein Mixbecher ist aber auch sehr schmal, vielleicht liegt es daran?
      Ansonsten freut es mich, dass es dir so schmeckt! LG Sina

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