Brot der Königin

… oder Pa de la Reina wie man auf Ibiza sagen würde, ist ein doch sehr herrschaftlicher Begriff für solch eine simple Speise.

Diese Nachspeise ist so einfach, dass es eigentlich gar kein Rezept benötigt und glaubt mir, ihr habt meist echt alle Zutaten daheim:


Die Zutaten für 1 Person:

  • ein Stückchen altes Brot (passt ja, denn ich hatte ja noch was vom Pan del Horno)
  • ein Glas warme Milch
  • Zucker und Zimt
  • etwas Öl

Die Zubereitung:

Ihr schneidet das Brot in Würfel.


Lasst es in Milch ziehen.


Bratet es in etwas Öl goldbraun an.


Verteilt es auf dem Teller.


Und streut Zimt und Zucker darüber.


Wie findet ihr es? Simpel, lecker und ein Hauch königlich.

!Buen Proveche!

Es grüßt euch herzlichst

Eure Sina

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[Mein Ibiza] San Joan de Labritja

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Es ist an der Zeit, euch etwas vom ländlicheren, echteren Ibiza zu zeigen. San Joan de Labritja ist der Ort, in dem die Liebe zu Ibiza bei mir anfing. Einige Jahre habe ich dort meinen Urlaub direkt in dem verschlafenen Örtchen im Norden der Insel in einem wunderschönen Bed&Breakfast verbracht. Die schönste Zeit des Jahres.

Leider, ja leider schaffe ich es einfach nicht mehr dort ein Zimmerchen zu bekommen. So beliebt scheint es geworden zu sein. Aber ja es gibt auch andere schöne Unterkünfte auf der Insel.

Aber nun zu dem Städtchen San Joan. San Joan ist mit knapp 6.000 Einwohnern mit Abstand die kleinste Gemeinde von Ibiza. Das Dorf ist gleichzeitig der Verwaltungssitz der Gemeinde.

Hier wohnen richtige Einheimische, jedoch hat es einen Zuwachs an Zuwanderern ab den 1980ern gegeben. Dennoch bleibt es sehr urig und man trifft eben auf das richtige Ibiza. Fern ab vom hippen, glamurösen Ibiza Stadt und seinen weltbekannten BeachClubs scheint man hier zu sein. Und doch ist es gerade eine halbe Stunde Autofahrt entfernt.


Gerne besuche ich den Ort, um einfach die Seele baumeln zu lassen oder gemütlich in einem der Cafés zu sitzen.

Letztes Jahr haben wir unter anderem San Joan auch mal an einem Sonntag besucht. Von solch einem Sonntag stammen auch alle Bilder. Sonntags findet hier immer der Mercadillo Hippy statt. Er ist anders als die großen bekannten Hippie Märkte der Insel. Entspannter, ursprünglicher. Er erinnert teilweise an einen hübschen Wochenmarkt, da heimische Produkte, Gebäcke, Obst und Gemüse neben den typischeren Produkten, die man sonst auf Ibizas Hippiemärkten findet, angeboten werden.


Es gibt hier auch die buntesten Stände mit allerlei Kitsch, hangefertigtem Schmuck und Dekoartikeln.

Gern kann man sich hier unter schattigen Bäumen auch Karten legen lassen.



Gleich neben dem Markt wird es wieder ruhig und man genießt das Ibizenkische Landleben.


Und wenn man weiter durchs Dorf schlendert findet man nur noch menschenleere Gassen. So entspannt ist es hier. 


So wie in jedem Ort auf Ibiza ist der zentrale Platz rund um die trutzigen Wehrkirche. Dieser Baustil für Kirchen ist typisch für die Insel, aber dazu werde ich in einer anderen „mein Ibiza“ Folge mal genauer eingehen.

Für euch hier ein paar Eindrücke von der Kirche in Sant Joan.


Ein mittlerweile doch recht bekanntes Café im Örtchen ist das Giri Café gleich am Marktplatz. Hier gibt es teils abgefahrene Speisekreationen, die die lokale Küche mit der exotischen Küche verbindet. Es hat wunderschön gemütliche Gasträume und einen tollen grün bewachsenen Garten, in dem riesige überdachte weiße Betten zum Chillen einladen. Schuhe ausziehen, drauflümmeln und den Café genießen.


Ich hoffe, diese anderen Eindrücke von Ibiza haben euch auch gefallen. Wer Ibiza kennenlernen möchte, sollte ich unbedingt einen Mietwagen nehmen und ins Hinterland fahren. Denn hier wird es authentisch.

Es grüßt euch herzlichst

Eure Sina

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Der Curry Spätzle Topf

Heute habe ich beim Einkaufen zufällig Curry-Butter entdeckt und da ich schon mal ein Verpackungsopfer bin, habe ich die grad mal mitgenommen. Dazu hatte ich noch die Reste vom Hackfleisch von gestern Im Kühlschrank. So entstand…

Der Curry Spätzle Topf

Ihr benötigt für 4 Personen:


  • 1 Zwiebel
  • 250g Champignons
  • ca. 200g Hackfleisch
  • 4 EL Curry-Butter
  • 1 Pack Spätzle aus der Kühlung
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 200ml Sahne (ich nehme meist Cremefine 7%)
  • 150g Bergkäse
  • Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Curry, mediterrane Kräuter

Und so wird ein Eintopf draus:

Ihr putzt die Zwiebel und halbiert diese. Die Champignons werden gereinigt und in dünne Scheiben geschnitten. 


In einem breiten Topf erhitzt ihr 2 EL Butter und bratet die Spätzle leicht darin an. Diese wieder aus dem Topf nehmen.


Gleichzeitig bratet ihr das Hackfleisch in Curry-Butter gleichmäßig an und würzt es kräftig mit Pfeffer, Salz und Curry.


Als Nächstes röstet ihr die Zwiebeln im Bratfett der Spätzle. Diese sollten leicht braun werden. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Sahne aufgießen und zugedeckt etwa 10min köcheln lassen.


Wenn das Hack fertig gebraten ist, nehmt ihr es aus der Pfanne. Nochmal gebt ihr Butter in die Pfanne und dünstet die Champignons an. Diese würzt ihr nun mit mediterranen Kräutern und auch mit Pfeffer und Salz.

Im nächsten Schritt gebt ihr die Spätzle, das Hack und die Pilze in den Topf mit der Sahnesauce. Gut abschmecken. So 3min köcheln lassen.

Bild ohne Pilze, da ich diese wegen dem Kind erst später zugegeben habe.

Den Käse reiben. Den Schnittlauch waschen und in Röllchen schneiden. Den Schnittlauch nun in die Suppe geben.

Den Backofen schnell noch auf 120°C aufheizen.

Die Suppenteller auf ein Backblech stellen und befüllen.


Mit dem Käse bestreuen und kurz im Ofen überbacken.


Nach weiteren 3min ist das Essen fertig und ihr könnt zuschlagen.


¡Buen Proveche!

Es grüßt euch herzlichst

Eure Sina


[Fixküche] knuspriges Pan del Horno 

Heute ging es mal wieder schnell! Dieses Essen entstand durch Inspiration von Dr. Oetkers Rustipani, einem Bericht im Fernsehen und dem was der Inhalt meines Kühlschranks so hergab.

Knuspriges Ofenbrot


Ihr benötigt:

  • ein Laib Bauernbrot
  • 200g Hackfleisch
  • Paprika
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Zwiebel
  • Barbecue Sauce
  • geriebener Mozzarella 
  • etwas Rapsöl
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver 

TIPP: sollte es euch möglich sein, echte Sobrassada kaufen zu könnten, so nehmt diese anstelle vom Hack. Ansonsten könnt ihr hier ja alles draufwerfen, was aus dem Kühlschrank verwertet werden muss bzw. für euch passt.

Und so bereitet ihr es zu:

Das Brot längs in 2 dicke Scheiben aufschneiden. Also in andere Richtung wie gewöhnlich. So kommen sehr große Scheiben heraus! Diese legt ihr auf das mit Backpapier ausgelegte Gitter vom Ofen. Den Ofen auf 220°C vorheizen.


Nun alles Würfeln was ihr würfeln könnt. Ich meine Zwiebeln und Paprika. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.


Nun etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln anschwitzen. Das Hackfleisch zugeben und anbraten. Mit Pfeffer, Salz und Paprikapulver gut würzen. 


Als Nächstes nehmt ihr die BBQ Sauce und streicht die Brotscheiben damit ein. 


Nun belegt ihr die Brote wie ihr möchtet. Ich habe den Mozzarella auf die Sauce gemacht, danach kommt Hackfleisch.


Jetzt kommen noch die Paprika und Lauchzwiebeln drauf und noch ein paar Krümel Käse.


Ab damit in den Ofen. 10min. sollten reichen. Das reicht für 2-4 Personen – kommt darauf an wie hungrig man ist.

Und so schaut das knusprige Brot nach der Ofenbehandlung aus:


Lasst es euch schmecken.

¡Buen Proveche!

Es grüßt herzlichst

Eure Sina

[auf Abwegen] 24h in Mailand 2/2

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Wie versprochen gibt es im Teil 2 der Miniserie nur den eigentlichen Bericht über Mailand. Im vorherigen Post hatte ich euch ja schon von unserem Hotel berichtet. Nun heißt es erstmal alles im Köpfchen zu sortieren, denn es waren schon reichlich Eindrücke aus der zweitgrößten Stadt Italiens. 

Mailand hat über 1,3 Mio Einwohner und ist die Hauptstadt der Lombardei. In der Metropolregion leben über 7 Mio Menschen. Nun könnt ihr euch vorstellen, dass es dort viel zu sehen gibt und auch eine Menge Trubel in der Stadt herrscht.
Ich muss aber ehrlich sein, dass ich echt überrascht war, denn ich fand es ruhiger wie in Florenz. Der Verkehr war gesitteter und auch sonst fühlte es sich weniger hektisch an. Vielleicht lag es daran, dass wir öffentliche Verkehrmittel in der Stadt benutzten und nicht wie damals in Florenz direkt mit dem Auto in die Stadt sind.

Da wir nur 24h in der Stadt hatten und wirklich kaum eine Ahnung von dem hatten, was Mailand zu bieten hat, entschlossen wir uns für den 1. Überblick eine „Hop on Hop off“ Tour zu buchen. Ja richtig Touri! Wir buchten für 48h, damit wir auch am Tag Sonntag noch ein wenig mehr herumkommen konnten. Es gab 3 Linien und wir haben noch nicht mal alle 3 geschafft. Schade, aber 24h in einer Großstadt sind eben zu wenig.

Ich zeige euch jetzt ganz ungeordnet ein paar Eindrücke aus der Stadt.


Es ging zuerst in das Stadtviertel „Magenta“, welches wunderschöne Gebäude aus der Jugendstil-Zeit aufweist. Es ist auch fast so erhalten wie zur damaligen Zeit, denn es wurde fast komplett vom 2.WK verschont. Wie ihr euch denken könnt, zählt es nun zu den beliebtesten und teuersten Stadtteilen von Mailand.


Durch ganz Mailand kurven viele uralte Staßenbahnen. Überall hat man das Quietschen der Wagen im Ohr, wenn sie durch ihre Schienen rattern.

Hier in den Bildern oberhalb sind einige Eindrücke aus dem „Corso Buenos Aires“. Das soll eine der längsten Einkaufsstraßen von Europa sein. Vergesst in Mailand nur nicht die Kreditkarte, denn die Shoppingverlockung ist gigantisch. Alle, ja wirklich alle Designer und bekannten Marken haben mindestens eine Filiale in der Stadt.


Ein wunderschönes Viertel so finde ich ist „Navigli“. Es ist recht gemütlich und mit den Kanälen, die es durchzieht wirkt es etwas wie vielleicht klein Venedig. Dort gibt es wunderschöne Cafés und Galerien. Es ist das Viertel in dem sich das Mailänder Nachtleben abspielt.

Am letzten Sonntag im Monat ist zudem ein riesiger Antikflohmarkt entlang der Kanäle. Für Liebhaber und Sammler ist das etwas ganz Besonderes. Wie ihr seht, ja wir waren genau an solch einem Sonntag dort!

Was mir überall in Mailand auffiel war, dass jedes Baugerüst in Werbung gehüllt war. Und immer von ein und derselben Werbung. Selbst am Dom empfingen einen riesige Handyplakate und Bildschirme. Das war irgendwie erdrückend, zu viel von allem.


Richtig riesig ist das sich in der Stadtmitte befindliche „Castillo„. Leider konnte ich aus Zeitgründen nur ein paar Schnappschüsse von dem großen Bauwerk erhaschen.


Gegessen musste auch mal werden. Wir nahmen unter anderem einen Snack im „Spontini“. Dort bekommt man riesige Pizzaecken für wenig Geld und geschmeckt haben sie allemal.

Am Abend wurde im Restaurant gegessen und ich kostete ein richtiges Risotto Milanese. Es hat geschmeckt, aber der Teller war kein Foto wert. Schön sah es nicht aus.


Natürlich kommt man an dem Meisterwerk, dem Dom nicht vorbei. Er ist zentral im Ort und von vielen Seiten gleich sichtbar.



Wahnsinnig toll dieses Bauwerk. Auch hier fehlte die Zeit, sich in die langen Schlangen einzureihen, um das Innere zu sehen. Oder auch die Aussicht von oben zu genießen. Man kann nämlich auch oben vom Dach des Doms Mailand genießen.

Gleich neben dem Dom ist die bekannte Galerie Vittorio Emanuele. Alles was Rang und Namen hat ist hier mit Stores vertreten. Für Menschen ist es hier das Sehen und Gesehen werden oberste Priorität. Wer es sich leisten kann, der geht eben hier shoppen. Aber ich finde bei dem architektonischen Anblick wird Mode wirklich nebensächlich. Ich habe nur gestaunt beim Betrachten der bauwerklichen Kunst.



Was ich vorher ja überhaupt nicht wusste: in Mailand befindet sich der Kirche Santa Maria Delle Grazie das berühmte Gemälde „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo Da Vinci. Es wurde aufwendig restauriert und man kann auf Voranmeldung in kleinen Gruppen das Gemälde auch betrachten. Auch hier wieder – keine Zeit!

im Inneren befindet sich DaVincis Meisterwerk

Auf der Bustour habe ich auch Blicke auf das neue Mailand erhaschen können. Nur was mir im Nachhinein bewusst wurde ist, dass ich die Mailänder Scala, das weltbekannte Opernhaus, gar nicht gesehen habe oder es ist einfach an mir vorbeigegangen… Irgendwie fehlen mir hier die Eindrücke.

Mein Fazit: auf jeden Fall ist es eine Reise wert. Man muss eben nur mehr Zeit mitbringen. Und wer shoppen will viel Geld. Diese Modestadt hat echt alles, was gerade en Vogue ist oder in Mode kommt. Der Mann trägt hier Vollbart und Dutt. Die typische Mailänder Modedame konnte ich nicht ausmachen.

Es ist ganz anders als toskanische Städte. Architektur und Flair sind komplett verschieden. Das Eis schmeckt prima. Durch die massive Präsenz der Polizei und Armee mit teilweise angewinkelten Maschinengewehren fühlte ich mich sicher verunsichert. Es ist ein schönes Städtchen. Ich komme wieder.

Es grüßt euch

Eure Sina

[auf Abwegen] 24h in Mailand 1/2

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Ich wollte euch mein 24h Mailand-Erlebnis nicht vorenthalten. Ich habe es bewusst „auf Abwegen“ genannt, weil es thematisch eigentlich nicht so ganz hierher passt. Doch diese kurze Zeit war so spannend und interessant, dass ich einfach darüber schreiben muss. Noch dazu basiert der Trip auf einer Jochen Schweizer Erlebnisbox, die ich mal vor 2 Jahren von meinem Mann zu Weihnachten bekommen habe. Und da denke ich, ihr möchtet darüber etwas erfahren. 
Dieser Blogpost wird Teil 1 von 2. hier werde ich nur die Erfahrungen mit Gutschein und Hotel erzählen. Die Bilderflut über das schöne Mailand kommt separat!

Fangen wir mal an.

Der Gutschein lag nun schon eine Weile herum. Im November 2015 beschlossen wir, endlich ein Ziel auszusuchen und die Sache dingfest zu machen. Ich durfte wählen und entschied mich für Mailand. Da das Geschenk nur 1 Übernachtung beinhaltete musste ein Ort gewählt werden, der nicht zu weit entfernt mit dem Auto erreichbar ist. Somit lag das Ziel in Italien. Für uns nur 3.5-4h Autofahrt entfernt.

Der Gutschein listete 2 Hotels in Mailand auf. Wir entschieden uns für das Milan Suite Hotel am Stadtrand Mailands mit guter Nahverkehrsanbindung.

Die Buchung vom Hotel

Und da fing es an: alle Wochenenden, die wir aussuchten waren nicht verfügbar. Mir kam der Verdacht auf, dass man im Endeffekt den Voucher nur in der Woche einlösen kann. Doch einige Tage später wurde uns der Wunschtermin doch bestätigt. Seltsam, aber ok warum nicht. Also war für uns fix, das Wochenende vom 23.-24.April 2016 soll es sein.

Da uns die Buchungsprozedur komisch vorkam, haben wir bei Schweizer nachgefragt und uns wurde versichert, dass mit Buchungsbestätigung zusammen mit Vorlage der Gutscheinnummer alles passt.

Die Anreise

Damit wir möglichst viel vom Tag in Mailand hatten führen wir um kurz nach 5 Uhr morgens am Samstag los. Nach knapp 4 Stunden waren wir ohne Probleme am Hotel angekommen.

Ich ging ins Hotel hinein, einfach erstmal um zu fragen, ob es möglich wäre schon einzuchecken, ohne das Zimmer schon zu bekommen. Generell bekommt man Zimmer ja erst so ab 14Uhr. Und nun fing das Chaos an!!!

Für uns war kein Zimmer gebucht!


Klar bekommt man da erstmal Panik, wenn man stundenlang fährt und dann gibt es kein Zimmer für uns.

Doch die nette Dame an der Rezeption beruhigte mich und sagte, dass Zimmer frei wären und wir das schon geregelt bekommen.

Ich schätze wir haben 1 Stunde damit verbracht, E-Mails zu checken und sie ihren Computer, ob da irgendwas gebucht wurde. Tatsächlich fand sie eine E-Mail mit Buchungsanfrage für den 16.4. auf unseren Namen, doch diese Anfrage wurde abgelehnt. Aber für den uns bestätigten Termin gab es nichts.

Schlussendlich sollten wir ihr die Buchungsbestätigung per E-Mail schicken, damit sie etwas in der Hand hat, um sich später mit Jochen Schweizer und der beauftragten Buchungsfirma auseinanderzusetzen.

Die Freundlichkeit und Kooperation in dem Hotel muss echt lobenswert erwähnt werden.

Wir buchten für 15Euro das Parkhaus hinzu, bekamen die Zimmerkarte und das Wifi-Passwort. Uns wurde auch gleich mitgeteilt, dass Mailand 5Euro Kurtaxe pro Person pro Nacht verlangt. Ich denke dieser Preis richtet sich nach Kategorie der Übernachtung, denn er variiert von 1Euro-5Euro.

Das Zimmer

Durch die Jochen Schweizer Buchung bekamen wir eine Junior Suite im 1. Stock. Wir hatten Zimmer 1112.

Wir betraten das Zimmer und waren verblüfft!


Es war riesig und schön mit teils asiatischen Elementen ausgestattet. Ein großes bequemes Bett. Eine Couch und gigantischer Flatscreen. Es gab einen Kühlschrank mit Drinks, Knabberzeug (gegen Aufpreis) und einen Kaffeevollautomaten. Die eingebauten Schränke hatten wahnsinnig viel Stauraum.

Der Balkon vom Zimmer hatte auch ziemliche Ausmaße.

Ausblick aus dem Zimmer


Auch das Bad war reichlich groß. Mein eigenes ist viel kleiner.

Einziges Manko vom Zimmer: sie müssten etwas mehr an der Sauberkeit arbeiten!

Blick hinter das Hotel
Gang zu den Zimmern

Auch außerhalb der Zimmer war wunderschönes Ambiente.

Restaurant – Frühstücksraum
hier kann man X-Box spielen


Und am nächsten Morgen erwartete uns ein richtig schön angerichtetes Frühstück. Untypisch für Italien, denn es gab alles was das Herz begehrt, ob süß oder herzhaft, ob körnig oder fruchtig! Alles war da!


Man konnte Pancakes machen, Würstchen und Speck essen, oder frisches süßes Gebäck. Für mich zum Frühstück unnormal, aber ich hab richtig reingehauen!

Noch eine kurze Info. Die Bushaltestelle ist direkt am Hotel. Es fährt nur die Linie 57 dort entlang und die Endstation dieser Linie ist direkt das Stadtzentrum. Da kann man doch nichts falsch machen?!?!?!

Fazit

Trotz der leichten Sauberkeitsprobleme (Flecken auf Teppichen und nicht so poliertes Bad) würde ich dieses Hotel wieder ansteuern. Zwar habe ich keine Erfahrung mit anderen Hotels in Mailand, doch die Freundlichkeit macht alles wett.

Mailand

Der Citybericht folgt!

Es grüßt euch herzlichst

Eure Sina


Schnecken-Pizza

Da ich dieses Wochenende mal schnell für ein paar Stunden in Mailand war (dazu aber später in [auf Abwegen]) und heute weder Zeit noch Muße hatte, schon wieder einzukaufen, musste was gemacht werden, wofür alles im Kühlschrank war.

Das war jetzt vielleicht ein Satz. Und ich hatte mir doch geschworen, hier nie solch lange Sätze zu verwenden. 

Es ist wirklich was ganz simples, nämlich eine ganz normale Pizza. Ich habe heute noch nicht mal den Teig selber gemacht. Aber so für Zwischendurch oder für Parties ist das eine ganz tolle Idee. Diese Schnecken lassen sich nämlich einfach mit der Hand essen!

Ihr benötigt:


  • Pizzateig
  • Pizzasauce (da habe ich die eigene verwendet, die habe ich meist gefroren da)
  • Belag nach Wunsch – gern eben auch Gemüse, so wie man mag
  • bei mir war es Chorizo, Serrano Schinken, Schwarzwälder Schinken, Emmentaler

Und so geht’s: 

Den Ofen auf 220°C vorheizen. Den Teig einfach aufrollen und mit der Pizzasauce bestreichen. Nach Belieben belegen und in etwa 4cm breite Streifen schneiden. Zu Schnecken aufrollen.






Nun die Schnecken in einer mit Backpapier ausgelegten feuerfesten Form so anordnen, dass die Teigenden mittig sind (nicht außen).

Wer mag streut noch etwas Käse darüber.

Die Schnecken bei 220°C ca 20-25min backen. Da müsst ihr gucken, dass ihr die Schienen im Ofen immer mal wechselt, damit nichts verbrennt. Die Backzeit ist hier nämlich länger als bei gewöhnlicher Pizza. 

Nun könnt ihr die Schnecken einzeln servieren.

Lasst es euch die Schnecken schmecken!

¡Buen Proveche! 

Es grüßt herzlichst eure Sina

 

Gyros mit Schummel-Tzatziki 

Das ist etwas was ich schon ziemlich regelmäßig zubereite. Es ist weder Deutsch noch Spanisch, noch lässt es sich Griechenland zuordnen. Es ist einfach immer ein Wunschessen vom Sohnemann. 

Normalerweise nehme ich für unser Gyros Hähnchenfleisch, doch das ist hier zurzeit von der Qualität her nicht so fein und so greife ich auf Pute zurück.

Hier die Zutatenlisten:

  

Das Gyros

  • 400g Putenfilet (wie gesagt normalerweise hier Hähnchenbrustfilets)
  • 1 große Ziebel
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel
  • etwas Paprikapulver (edelsüßes) 
  • 6 EL Olivenöl
  • 4 Zweige Oregano
  • 4 Zweige Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Hier muss ich zugeben, dass ich bei den Kräutern oft getrocknete und TK Kräuter zusammen benutze. Frische Kräuter und ich stehen auf Kriegsfuß, die halten sich bei mir nur immer sehr kurze Zeit. 

Das Schummel-Tzatziki 

  • 1 große Salatgurke
  • 400-500g griechischer Joghurt
  • Salz, Pfeffer 
  • Zitronensaft

Ihr seht, ich schummele hier. Es sind keine Knoblauchzehen drin, kein Crème Fraîche und keine Sahne. Es ist auch daher viel leichter und schmeckt trotz Weglassens des Knobis herrlich! 

Die Zubereitung von Gyros

Die Zwiebel würfeln und in eine Schüssel geben. Das Fleisch waschen, von Sehnen befreien und in schmale Streifen schneiden. Ebenfalls zu den Zwiebeln geben. 

  
Nun zum Fleisch 6 EL Olivenöl geben und mit den Kräutern (bei frischen Gewürzen diese klein hacken), Pfeffer, Salz, Kümmel und Paprikapulver würzen. 

   
 Alles gut vermischen und zugedeckt im Kühlschrank mindestens 30min marinieren.

Die Zubereitung vom Tzatziki 

Die Gurke waschen und halbieren bzw. vierteln.

  
Die Kernchen mithilfe eines Kaffeelöffels entfernen.

  
Nun die Gurken klein raspeln. Die Raspeln salzen und eine paar Minuten ruhen lassen.

   
 Nun die ausgetretene Flüssigkeit abgießen.

Den Joghurt zugeben.

  
Gut verrühren und mit Salz, Pfeffer und ein paar Spritzern Zitronensaft abschmecken.

   
 
Jetzt bratet ihr das Fleisch in wenig heißem Olivenöl rundherum an. 

   
 Dazu schmeckt Reis oder frisches Brot.
Nun braucht braucht ihr nur anrichten und es euch schmecken lassen!

   
    
   
Es grüßt euch herzlichst 

Eure Sina

Pan Payes e Aiolli

Was gehört unbedingt zu einem guten Essen auf Ibiza? Genau. Brot, Aiolli und Oliven. Das ist etwas so typisch Spanisches und ich freue mich jedes Mal aufs Neue, mir dieses Probierhäppchen zu bestellen, wenn wir auf Ibiza ins Restaurant gehen. Manchmal bestelle ich sogar nur das! 

Es ist ein so einfaches schlichtes Gericht, aber so verdammt lecker. 

Das Bauernbrot (Pan Payes)

Zuerst mal zum Bauernbrot. Original wird hier Weizenmehl verwendet, anderes Mehl geht aber auch. Ich habe heute Vollkornmehl genommen, ganz eben darum, weil ich kein kg einfaches Mehl mehr daheim habe.

Die Zutaten:

  • 1kg Mehl
  • Ca. 400ml lauwarmes Wasser (anfangs zumindest kann auch mehr werden)
  • 20g frische Hefe
  • 1 kräftige Prise Salz

Die Zubereitung:

Das Mehl und das Salz in eine Schüssel geben und mittig eine Mulde machen. Darin die Hefe bröseln und etwas lauwarmes Wasser aufgießen sodass die Hefe bedeckt ist. Etwa 10min stehen lassen. 

Nun einen geschmeidigen Teig kneten. Das Wasser nach und nach zugeben, soviel dass der Teig nicht bröckelt und aber auch nicht klebt. Bei mir waren es am Ende knapp 600ml so als Anhaltspunkt für euch. Den Teig kräftig kneten und zu einem ovalen Laib formen.

  
Mit einem feuchten Tuch zudecken und 1h ruhen lassen.

Den Ofen auf 225°C vorheizen. Den Brotlaib auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und kreuzweise mit dem Messer oben einritzen.

  
Das Brot nochmal 10min ruhen lassen.

Im Ofen ca. 30min backen lassen. Mit der Stäbchenprobe testen, ob der Teig noch kleben bleibt. Mein Brot war 37min im Ofen 😉

  
Das Brot auskühlen lassen. Erst dann bitte aufschneiden.

  
Und nun zur Knoblauchcreme.

Die Aiolli

Hier habe ich recht lange experimentiert. Überall las ich Olivenöl und 4-6 Knoblauchzehen. Ich habe verschiedene Olivenöle getestet und jedes Mal war es schmierig und bitter. Ich versuchte weniger Knoblauch. Nichts half. Dann verriet mir eine Arbeitskollegin, dass ihre spanische Schwiegermutter Sonnenblumenöl nimmt. Bingo! Jetzt schmeckt es wie es schmecken soll!

Die Zutaten:

  • 1/4l Sonnenblumenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Ei
  • etwas Meersalz
  • etwas Zitronensaft

  
Die Zubereitung:

Die Knoblauchzehen schälen und den grünen Keimansatz innen entfernen. Grob hacken und in ein hohes schmales Gefäß geben.

Die 250ml Öl zugießen, das 1 hinzugeben. Etwas Salz dazu und ein paar Spritzer Zitrone.

  
Nun den Pürierstab in das Gefäß stecken, anschalten und nicht bewegen. Nur den Stab halten und waren, dass sich weiße Creme entwickelt. Das geht innerhalb von wenigen Minuten.

Wenn alles zur Creme geworden ist, kann man den Pürierstab wie gewohnt bewegen. Nochmal nach Geschmack nachwürzen und fertig ist sie:

  
  
Nun könnt ihr anrichten und genießen. Ein paar grüne Oliven dazu und fertig ist die Vorspeise.

   
                 

Wie immer wünsche ich

¡Buen Proveche!

Es grüßt herzlichst 

Eure Sina

[Mein Ibiza] In den Straßen von Dalt Vila

Ein volles Kontrastprogramm zum weltbekannten Partyimage von Ibiza ist Dalt Vila. Ich liebe es, dort „hinaufzuklettern“ und einfach durch die kleinen Gassen zu bummeln. Und eben diese kleinen Straßen, davon möchte ich euch heute ein paar zeigen.

 

Eivissa mit Dalt Vila
 

Kurz ein wenig Geschichte vorab…

Ibiza-Stadt selbst wurde im 7. Jahrhundert von den Phöniziern gegründet. Noch heute wird das Stadtbild von Eivissa (Ibiza katalanisch) von den trutzigen Wehrmauern von Dalt Vila geprägt. Die wurden von den Mauren (9.-13. Jahrhundert) errichtet. Später wurde unter anderem von spanischen Königen die Festung ausgebaut. Seit den 1990ern werden die teilweise verfallenen Teile saniert und im Jahr 1999 wurde Dalt Vila von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 

Ein Besuch lohnt sich also wirklich!

Der Straßenbummel

Wir beginnen unseren Aufstieg in die alten Gassen meistens am alten Markt von Ibiza. Dort führt ein breiter Weg direkt in die Wehranlage. Man hat einen so schönen herrschaftlichen Anblick auf die Altstadt. So mächtig, so massiv sind doch die Mauern.

  
Vom Tor aus hat man folgende Ausblicke in Richtung neuer Altstadt (Sa Penya) 

  
Und in Richtung Dalt Vila.

  
Hier oben ist eine ganz andere Welt. Weniger hektisch, viele kleine (teilweise teure) Restaurants, kleine Galerien, nette Shops. Natürlich hat man hier auch oft in den schmalen Gassen Einblicke, wie die Anwohner von Dalt Vila so leben. Hier oben sind die meisten Straßen komplett für den Verkehr gesperrt. Zugang hier haben nur Fahrzeuge von Anwohnern mit Ausweis.

Überall gibt es auch dieses wunderbar holprige Kopfsteinpflaster! 

   
  

Die Gassen sind oft richtig schmal, hübsch bewachsen und manchmal auch wirklich touristenleer!

  
Man findet in jeder Ecke so kleine Geschäfte, die zum Gucken einladen. Natürlich auch zum kaufen – wer mag. Die Geschäfte sind oft so liebevoll eingerichtet und Blicke hinein lohnen sich oft. Die Architektur der Häuser bietet oft Erstaunliches!

  
   
Mir macht das Schlendern in Dalt Vila immer so viel Freude. Es gibt so viel zu entdecken und wenn man in der Nebensaison oder gar im Winter kommt, kann man auch den ein oder anderen Plausch mit Einheimischen abhalten.

Interessant ist ja immer die Sromverkabelung an den Häusern! Das ist so Ibizalike!

  
Hier und da laden die gemütlichsten Bars zur Einkehr ein. Wie hier zum Beispiel das S’Escalinata Ibiza. Dieses Restaurant
 findet ihr am Carrer Portal Nou, 10 und ist in der Saison täglich bis spät nachts geöffnet. 

   
   
Diese alten Wehrmauern sind echt gigantisch. So breit und so mächtig. Sie mussten ja auch so angelegt werden, schließlich war Ibiza jahrhundertelang Angriffspunkt von Piraten. Und sie spenden an manch heuten Sommertagen den gesuchten Schatten.

   
 
Die alten Gemäuer sind oft so herrlich bewachsen mit Blumen und Pflanzen in den tollsten Farben. Man fühlt sich dort einfach wohl!

Für heute war es ein kleiner Streifzug durch die Altstadt. In einem später folgenden Post werde ich nochmal über Dalt Vila berichten. Dann geht es um Kultur und um die Sehenswürdigkeiten in dem so schönen Teil von Eivissa.

Ich hoffe ich habe euren Geschmack getroffen.

Es grüßt herzlichst 

Eure Sina